Mittwoch, 26. April 2017

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Buchstabenfreunde,

momentan sticht mir aus verschiedenen sozialen Kanälen ein Buch entgegen, eine Bloggeraktion, aber mir gefällt das Cover so gut und deshalb war ich neugierig. Also ab ins Netz und olala, was für ein Inhalt. Das klingt düster, das klingt brutal, das klingt magisch, das klingt ganz nach meinem Geschmack, aber schaut doch mal hier:


Der schwarze Thron: Die Schwestern
Reihe: 1. Band
Verlag: Penhaligon
Erscheinungsdatum: 09.05.2017

Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …



Ist euch das Buch auch schon über den Bildschirm geflimmert? Habt ihr es auch schon auf die Wunschliste gepackt? Und klingt es nicht nach einer großen Fantasy Geschichte? Also normalerweise bin ich mit Bestellern etwas skeptisch, aber hier ist meine Neugier einfach riesig, es könnte ein ganz großes Buch sein und ich stehe doch so auf Magie. Was freu ich mich :-)

Ganz liebe Grüße
Eure, ihren Feenstaub zusammen suchen gehende, Sharon

Montag, 24. April 2017

Rezension: Sara Pennypacker * Mein Freund Pax

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Sauerländer
ISBN-13: 
978-3737352307  
Preis: 16,99 EUR
E-Book: 14,99 EUR
Reihe: 1/1 
Erscheinungsdatum: März 2017
Übersetzer: Birgitt Kollmann
Illustrator: Jonathan Klassen 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Peter ist auf dem Weg zu seinem Großvater, aber nicht zum Besuch und auch nicht auf seinen Wunsch, sondern er soll bei ihm leben. Sein Vater muss nämlich in den Krieg ziehen und allein im alten Haus kann er nicht bleiben, allerdings gibt es ein großes Problem, nämlich Pax. Pax ist ein Fuchs, den Peter als Welpe gerettet hat und jetzt sein bester Freund ist, alles machen sie zusammen, beide sind unzertrennlich und jetzt verlangt sein Vater, dass er ihn in der Wildnis aussetzt. Peter bricht das Herz und Pax kennt sich mit der Situation überhaupt nicht aus, aber beide wissen, sie müssen sich wieder finden. Wie weit werden die beiden getrennt sein? Wie will Peter das schaffen? Kann Pax sich im Freien zurechtfinden? Und das Wichtigste werden sie sich überhaupt wieder finden?

Meinung:
Als mir dieses Buch vorgestellt wurde, war ich sofort Feuer und Flamme, jeder, der ein Herz für Tiere hat, kann mich, glaube ich zumindest verstehen. Außerdem fand ich es faszinierend, wie ein kleiner Junge diese Strecke schaffen möchte und was Pax in dieser Zeit macht. Ich war unglaublich gespannt, wie die Autorin das umsetzt.

Peter ist in seinen jungen Jahren schon recht gebeutelt, seine Mutter ist verstorben und sein Vater kann so gar nicht mit Kindern. Er hat da wirklich kein leichtes Los gezogen, aber er hat Pax, seinen Fuchs. Als Welpe hat er ihm vor dem sicheren Tod gerettet und nun, kann er sich ein Leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen. Er hat sich über sein Tier auch schlau gemacht und weiß besser als jeder Förster, was ein Fuchs braucht. Zusammen sind sie eine kleine Welt und spüren, wenn es dem anderen nicht gut geht. Als Peter dann, mit den Veränderungen konfrontiert wird, ist er mit der Situation so überfordert, dass er sich den Willen seines Vaters beugt und das Wichtigste in seinem Leben zurücklässt, seinen besten Freund. Verzweifelt, tot traurig und mit dem Wissen das Schlimmste überhaupt gemacht zu haben, entschließt er sich, den Fehler wieder zu korrigieren und seinen Fuchs wieder zu holen, komme, was wolle.

Ich muss ja gestehen, Hut ab, vor diesen 12 jährigen Jungen, für seinen Mut, seine Willensstärke und seine Beharrlichkeit, ich befürchte, dass ich mich das nicht getraut hätte, aber hier herrschen auch andere Zeiten und bei solch einem Freund, wächst man doch über sich hinaus. Ein Tier ist nun mal doch mehr als nur ein Tier, es ist ein Familienmitglied. So begibt sich Peter auf eine Reise, die zu einem richtigen Abenteuer ausweitet und ihn vor vielen Aufgaben stellt, die er überwinden muss. Allein was er bei Vola lernt, bei der er zwischenzeitlich strandet, ist unglaublich.

Aber auch der Fuchs bekommt eine Erzählstimme und das fand ich äußerst interessant und spannend. Pax kennt ja nun nichts anderes wie seinen Freund und das er Nahrung von ihm bekommt, nun sitzt er mitten im Wald und wartet. Dabei hört er nun fremde Geräusche, sein Magen knurrt und es wird immer Dunkler. Pax weiß nicht ein, noch aus und wo er hin soll, nur, dass er zu seinen Jungen zurück möchte, aber wie. Natürlich wird auch bei ihm einiges passieren und er muss sich ja irgendwie zurechtfinden, aber seine Sehnsucht nach seinem Jungen bleibt ihm ein ständiger Begleiter.

Dieses Zusammenspiel von Besitzer und Haustier fand ich so wunderbar in Szene gesetzt, das einfach bestätigt wird, unterschätze nie die Liebe zu einem Tier. Die Autorin beschreibt abwechselnd die Situationen von Peter und Pax und das tut sie extrem einfühlsam, nachfühlbar und unglaublich mitreißend, so dass man kaum dieses Buch aus der Hand legen kann, da man einfach wissen möchte, wie geht es weiter, was passiert noch und gibt es ein Happy End. Dazu noch die tollen stimmungswiderspiegelnden Illustrationen von Jon Klassen, die das Ganze einfach klasse abgerundet haben. Ein Buch, was man mit seinen Kindern zusammenlesen sollte, einfach weil es so viel Stoff zum Entdecken und Fragen geben wird. Ich kann mir das richtig schön zum Vorlesen vorstellen, da auch die Wortwahl einfach passend gewählt war.

Eine tolle Geschichte über Freundschaft und wie weit man dafür geht. Auch die Familie spielt eine große Rolle und wie wir lernen, zu lieben und los lassen zu können. Ein wirklich großartiges Kinderbuch, was man gelesen haben muss, auch wenn es nicht immer leicht verdaulich ist. 


Henry und ich mochten den Perspektivwechsel und vergeben die vollen Bücherpunkte:

__________________________________________________________________________
  
Über die Autorin:
 
 

Sara Pennypacker wurde 1951 in Massachusetts, USA, geboren, wo sie auch heute noch lebt. Sie gehört zu den bekanntesten Kinderbuchautorinnen Nordamerikas, und ihre Bücher wurden vielfach ausgezeichnet.



Vielen lieben Dank an den Sauerländer Verlag für das  Rezensionsexemplar. 


Freitag, 21. April 2017

Rezension: Hans Rath & Edgar Rai: Bullenbrüder


Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Wunderlich
ISBN-13: 
978-3805251044
Preis: 19,95 EUR
E-Book: 16,99 EUR
Reihe: 1. Teil
Erscheinungsdatum: März 2017 



Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Holger und Charlie Brinks sind Brüder und könnten nicht unterschiedlicher sein. Während der Ältere der beiden, bei der Mordkommission als Kommissar arbeitet, verheiratet ist und sich mit seinem spießigen Leben arrangiert, ist der Jüngere ein Lebenskünstler und hält sich mit Privatschnüffeleien über Wasser. Nun ist es wieder passiert und Charlies Ex-Freundin hat ihn vor die Tür gesetzt, da steht er bei seinem Bruder auf der Fußmatte und bittet um Zuflucht für ein paar Tage. Holger will das nicht, aber bevor es Ehestress gibt, darf der unwillkommene Bruder bleiben, allerdings im Gartenhaus. Ihn plagen nämlich gerade andere Sachen, denn in Berlins-Unterwelt ist ein Mord passiert. Der größte Drogenlieferant liegt tot im Aufzug mit einem Koffer voller Kokain und es gibt keine Zeugen, keine Kameras und Ermittlungen, die ins leere laufen. Da ist es vielleicht doch nicht so schlecht, wenn der kleine Bruder im Haus ist, denn dieser hat Verbindungen ins Milieu. Nur kann sich Holger auf Charlie verlassen? Riskiert er nicht zu viel, wenn er ihn mit in die Ermittlungen einzieht? Wie rechtfertigt er dessen Methoden? Und hat Charlie überhaupt einen Plan?

Meinung:
Ich mag ja Geschichten, die skurril sind und auch ins Witzige abdriften, nur darf es nie zu viel des Guten sein und die Mischung muss harmonieren. Da ich schon was von Hans Rath gelesen hatte, war ich aber guter Dinge und eine Freundin liebt die Bücher von Edgar Rai, also habe ich mich total auf diese Brüder gefreut und mich in die Seiten geworfen. Ob es mir gefallen hat, erzähle ich euch jetzt.

Holger Brinks, ist ein ernster Mann, verantwortungsbewusst, immer über korrekt, fühlt sich oft missverstanden und geht zum Lachen in den Keller. Ich übertreibe es jetzt ein bisschen, aber das machen die beiden Autoren auch. Momentan läuft es in seiner Ehe auch nicht wirklich und jede Versöhnung wird im Keim erstickt, es ist aber auch schwer, wenn die eigene Frau Journalistin ist und ihn vor laufender Kamera attackiert, oder ihn für ihre nicht Karriere verantwortlich macht, da kann der Ehemann nur verlieren. Nun ist auch noch sein kleiner nichtsnutziger Bruder da, der nur Ärger macht und immer nur nimmt. Sprich Holgers Laune ist im Keller und nun dieser Mordfall, keine Beweise, keine Spuren, keine Zeugen und eine Chefin, die ihm Druck macht. Am Anfang fällt es einem schwer Holger zu mögen, diese mürrische Art und diese bockige Haltung sind einfach unverdaulich und er stößt nicht nur seiner Umgebung ab und zu vor den Kopf, sondern auch seinen Lesern. Erst als er etwas auftaut, merkt man, dass das gleiche Schlitzohr vorhanden ist, wie bei seinem kleinen Bruder und das er dabei ziemlich hinterhältig sein kann. Da wurde aus dem blassen Spießer, ein interessanter Kommissar.

Charlie ist ein absoluter, in den Tag hinein lebender Mann, für ihn wäre ein fester Wohnsitz oder ein regelmäßiger Job, kein Leben. Er liebt allerdings schöne Frauen, tolle Autos und hat den Drang es mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen. Er lebt für den Augenblick, denkt nicht an Morgen und lässt alles auf sich zukommen. So ist er das genaue Gegenteil seines großen Bruders und hebt die Stimmung des Buches gewaltig. Während Holger stur ermittelt, ist sein Bruder gern auch mal auf der Seite der Verbrecher und bringt sich durch seinen Lebensstil auch gern mal in Gefahr. Allerdings kann man ihn auch nicht wirklich ernst nehmen, zumindest ich nicht, da er irgendwie in die Situationen immer unfreiwillig und auf eine tollpatschige Art hineinschlittert. Was der eine Bruder zu korrekt ist, nimmt der andere nicht immer so genau. Wirklich ein Traumpaar an Brüderlichkeit.

Genau, das macht aber diesen Kriminalfall aus, zwei Brüder, die sich ständig zoffen, zusammenraufen und sich öfters streiten als manches Ehepaar. Dieses Spiel der Gegensätze haben die beiden Autoren, durch ihre Figuren perfekt eingebunden und so manche Szene hat einem herrlich zum Lachen gebracht und man hat sich wie in einer Comedyshow gefühlt. Man spürt beim Lesen einfach, das Rath und Rai unheimlich Spaß beim Schreiben gehabt haben müssen. Allerdings leidet dadurch auch ab und zu die Spannung und ich fand einiges einfach zu vorher sehbar, oft dachte ich nämlich, jetzt passiert bestimmt das und genau das, ist dann eingetreten. Was natürlich das Lesevergnügen geschmälert hat und einen oft die Überraschung ausblieb. Ansonsten bedienen die Autoren gern jedes Klischee der Unterwelt und haben durch ihre Beschreibungen einen ziemlich guten Rahmen für diesen Fall geliefert.

Für mich ist Bullenbrüder ein herrlich leichter, witziger, lebhafter Krimi gewesen, welcher durch seine beiden Hauptprotagonisten überzeugt. Herrlich komischer Klamauk und auch der Ausflug in die Unterwelt war durchaus lesenswert und erfrischend anders. Zwei Brüder, ein Koffer Kokain und jede Menge Ärger ist hier wirklich Programm.

Henry und ich fanden die Zankerei herrlich zu lesen und vergeben vier Bücherpunkte:

__________________________________________________________________________
  
Über die Autoren:
 


Hans Rath, geboren 1965, studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie in Bonn. Er lebt mit seiner Familie in Berlin, wo er unter anderem als Drehbuchautor tätig ist. Zwei Bände seiner Romantrilogie um den Mittvierziger Paul Schubert wurden fürs Kino adaptiert. Seine aktuellen Bücher aus der Reihe «Und Gott sprach» sind ebenfalls Bestseller.  

Edgar Rai, geboren 1967, wurde mehrerer Schulen verwiesen, ging ein Jahr nach Amerika und studierte Musikwissenschaften und Anglistik in Marburg und Berlin. Er arbeitete unter anderem als Drehbuchautor, Basketballtrainer, Chorleiter, Handwerker und Onlineredakteur. Seit 2001 ist er freier Schriftsteller und hat neben weiteren die Romane "Nächsten Sommer» und «Etwas bleibt immer» veröffentlich. Edgar Rai hat drei Kinder und lebt in Berlin.
 
Vielen lieben Dank an den Rowohlt Verlag für das  Rezensionsexemplar.