Freitag, 8. Dezember 2017

Rezension: Francis Duncan * Ein Mord zu Weihnachten


Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Dumont
ISBN-13: 
978-3832198640 
Preis: 15,00 EUR
E-Book: 9,99 EUR
Reihe: 2. Teil im Original 
Erscheinungsdatum: Oktober 2017
Übersetzer: Barbara Först




Inhalt:
Jedes Jahr lädt Benedict Grame auf seinem Landgut Freunde und Bekannte ein, um ein großes Weihnachtsfest zu feiern. Da der Hausherr ein begeisterter Anhänger weihnachtlicher Traditionen ist, soll es jedem gefallen. Zum ersten Mal wird auch der Hobbydetektiv Mordecai Tremaine eingeladen, und obwohl er schon anders verpflichtet war, nimmt er die außergewöhnliche Einladung an. Dort eingetroffen stößt er auf viele unterschiedliche Gäste, die ihre Weihnachtsstimmung gut verbergen und das, obwohl der Gastherr sich so viel Mühe gibt. Als sich die Gemeinschaft am späten Heiligabend zurückzieht, werden sie später von einem Schrei geweckt. Unterm Tannenbaum liegt er tot, der Weihnachtsmann. Mordecai Tremaine kribbelt es in den Fingern, hier stimmt was nicht, nur was? Wer ist der Tote? Und wer der Mörder? Kann Mordecai Tremaine Licht ins Dunkel bringen?

Meinung:
Ich bin ein großer Fan von Büchern, die einen zur Weihnachtszeit einstimmen und warum nicht auch mal ein Mord. Der Plot hat mich ein bisschen an den Film „Eine Leiche zum Dessert“ erinnert, wo der Gastherr alle berühmten Detektive einlädt, damit diese ein Mord im Hause aufklären sollen. Man was habe ich diesen Film oft geschaut und hier hatte ich direkt das Gefühl, das könnte genau meinen Geschmack treffen. Ob mich dieses Buch überzeugen konnte, erzähle ich euch nun.

Der Prolog stimmt schon schön schaurig auf die Nacht des Heiligabends ein und wirft schon ungeahnte Schatten voraus. Danach stoßen wir im ersten Kapitel auf ein junges Liebespaar, dessen Beziehung, aber der Ziehvater der jungen Dame nicht gesonnen ist. Dieses erste Zusammentreffen der Figuren lässt schon wunderbar erkennen, in diesem Haus stimmt was nicht und was sind das bitte für Gäste. Noch offensichtlicher wird es, als Mordecai Tremaine auftritt und die gesamte Atmosphäre seinen Biss bekommt. Mordecai wundert sich nämlich recht schnell, das so viele Gäste gar nicht in Weihnachtsstimmung sind und sich lieber aus dem Weg gehen, als gemeinsam etwas zu unternehmen. Da kommt natürlich schnell die Frage auf, warum sind sie der lästigen Pflicht für diesen Besuch nachgekommen. Aber nun gut vielleicht wollen sie auch alle nur den Gastherrn einen großen Gefallen tun. Auf jeden Fall gibt es schon vorab, mächtig Nährboden für Spekulationen.

Mordecai Tremaine ist ein älterer Herr, der früher einmal Tabakhändler war und einem Faible für Romantik hat. Seine Leidenschaft gilt aber auch der Hobbydetektei und so erinnert er einen an die alten Klassiker unserer Literatur. Und so ganz abwegig ist das Ganze auch nicht, denn der Krimi ist aus dem Jahre 1949 und hat genau den Charme alter Detektivgeschichten. Ach, wer wollte nicht mit Miss Marple oder Sherlock Holmes ermitteln. So stehen hier Irrungen und Verwirrungen der Figuren im Vordergrund, wir sind räumlich begrenzt und wer viel Blut und Tempo erwartet, ist absolut falsch. Hier herrscht das typische Beobachten, spekulieren und mit raten, ein Bühnenstück sozusagen und mehr als nur unterhaltend. Klar verliert sich manchmal ein Detektiv und viele Spuren eröffnen das weite Feld der Ermittlung. Die erste Hälfte ist dem Kennenlernen gewidmet, so dass jeder mal in Erscheinung tritt und wir die Figur beschnuppern können. Erst in der zweiten Hälfte gibt es unseren Mord und wir wissen, der Mörder ist unter uns. Das Kombinieren kann beginnen und das hat auch manchmal kleine Längen im Gepäck.

Eine super Spürnase im Einsatz, mit viel Fein- und Fingerspitzengefühl im Gewand der alten Zeiten und den Charme vergangener Tage, ohne CSI und allen modernen Firlefanz. Ich hatte amüsante Lesestunden und konnte wieder über die Boshaftigkeit mancher Zeitgenossen staunen. Ein gelungener Weihnachtseinstimmer in old british Stil. Ich freu mich nun auf meinen Tannenbaum, bitte ohne Leiche.


Henry und ich mögen einfach diese alten Detektivgeschichten und dafür gibt es vier Bücherpunkte:

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Über den Autor:
    


Francis Duncan wurde 1914 unter dem Namen William Underhill in Bristol geboren. Er arbeitete viele Jahre als Lehrer und veröffentlichte mehr als zwanzig Kriminalromane. Er starb 1988.

Quelle: Dumont Verlag

Vielen lieben Dank an den Dumont Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Bücherentdecker,

hier kommt nun ein Buch, auf das ich mich schon riesig freue und ich hibbel schon ganz ungeduldig mit meinen Füßen. Diese Autorin hat mich schon mit ihren anderen Büchern voll überzeugt und endlich, bringt der Verlag nach langem Hin und Her ihr Buch raus. Eigentlich war es nämlich als Taschenbuch für den Herbst geplant und dann wurde es ein Hardcover für das Frühjahr. Ich freu mich so sehr für die Schriftstellerin und jetzt schaut mal hier:
 

Totenweg
1. Band
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 23.02.2018

Eine junge Polizistin. Ein Kriminalhauptkommissar kurz vor der Pensionierung. Nichts verbindet sie - außer dem nie aufgeklärten Mord an einem jungen Mädchen. Für ihn ist es ein Cold Case, der ihn bis heute nicht loslässt. Für sie: ein Albtraum ihrer Kindheit. Denn sie fand damals die Leiche und verbirgt seither ein furchtbares Geheimnis. Achtzehn Jahre hat sie geschwiegen - bis ein weiteres Verbrechen geschieht und die Vergangenheit sie einholt …

 


Ich finde, es klingt nach einem ganz tollen Plot mit bestechender Atmosphäre und allein die Figuren versprechen spannende Konstellationen. Was bin ich gespannt! Was freu ich mich drauf! Februar du wirst jetzt schon toll! Wer hat von ihr auch schon was gelesen? Steht ihr neuster Krimi auch schon auf eurer Wunschliste? Und wie gefällt euch das Ermittlerteam? 

Ganz liebe Grüße
Eure, Sehnsucht nach Hamburg habende, Sharon

Samstag, 2. Dezember 2017

Coppenrath Verlag Kaminzimmerlesung mit Nikola Huppertz

Hallo meine Lieben,

anfang des Jahres, um genau zu sein, am 07.01.2017 haben wir uns auf den Weg nach Münster gemacht und sind der wunderbaren Einladung des Coppenrath Verlages gefolgt. Ganz stilecht hat es geschneit und so schmeckten Kaffee und Kuchen gleich noch besser in diesem zauberhaften Ambiente.

Allerdings muss ich vorab vielleicht was Einleitendes sagen, mir ging es Anfang es Jahres gar nicht gut, ich hatte ein sehr einschneidendes Ereignis hinter mir, war menschlich total enttäuscht und stand einfach ein bisschen neben mir. Trotzdem wollte ich unbedingt dabei sein, denn Ablenkung ist ja was Gutes und ich liebe einfach diese alte Feuerwache mit seinem verlockenden Showroom. Immerhin geht das Leben ja weiter und jetzt schaue ich gern zurück und möchte euch wenigstens die Bilder zeigen ...


Kuschelige Kaminzimmerstimmung!


Dieses Mal war Nikola Huppertz der Stargast mit ihrem Buch "Mein Leben mal eben" und das schauen wir doch mal zuerst an:

 

Autorin: Nikola Huppertz I Verlag: Coppenrath I Inhalt I Taschenbuch: 12,99 €


Der Chef höchstpersönlich vor Ort.

Als die Autorin vorgestellt werden sollte, ging an der Seite die Tür auf und Wolfgang Hölker stand überraschend einem Publikum gegenüber. Er selber hatte sich an dem Tag in die alte Feuerwache zurückgezogen und nicht daran gedacht, dass hier eine Lesung stand findet. Aber ganz der Chef übernahm er die Vorstellung und plauderte beschwingt drauf los. 


Nikola Huppertz, man ist sie groß!

Danach übernahm dann die Autorin und stellte ihr Buch vor und die Idee dahinter. Es ist einfach die Zeit, an denen sich ein Jugendlicher weiterentwickelt und seinen eigenen Geschmack herauskristallisiert. Aber auch die Zeit, wo man normal sein möchte und sich die ersten Fragen auftun. Und diese Romanheldin hat ein sehr modernes Familienkonzept. Da kann man sich schon mal fragen, wer bin ich und was will ich sein. Auf jeden Fall nicht das Mädchen mit dem Unnormal-Gen.


Lesen vor dem Kamin.

Natürlich hat Nikola Huppertz auch gelesen und auch einiges erzählt. Darüber, dass sie Heavy Metal gern hört, aber auch ein Bach Konzert. Wie sie sich in Jugendliche hineindenkt. Wie ihr Sohn ihr dabei hilft und wie schwer es war, das perfekte Cover zu finden. Ich habe gern zugehört und trotz, dass meine Gedanken nicht immer vor Ort waren, fand ich es schön und es klang einfach toll. Hier hat der Coppenrath eine richtig schöne neue Reihe ins Leben gerufen.

Eine Reihe, aber verschiedene Autoren.

Nach der Lesung durfte man sich sein Buch signieren lassen und dann zu Kaffee und Kuchen übergehen. Gemütlich beisammensitzen, plaudern und über Bücher philosophieren. Natürlich fand auch wieder die Rundtour durch die Räume statt und sogar Herr Hölker zeigte sein Afrikazimmer selbst. Es ist immer ein Erlebnis, und da die Feuerwache mit Antiquitäten vollgestopft ist, entdeckt man auch immer ganz viel Neues.


Danke Nikola.
 
Da ich nicht die größte Stimmungskanone an diesem Tag war, ging es für uns recht früh wieder zurück. Auch die vereisten Straßen sorgten für eine längere Heimfahrt. Aber davor musste ich noch eine Runde durch den Ausstellungsraum drehen und einfach nur genießen.

Immer so schöne Dinge!

Wer die Gelegenheit bekommt diesen tollen Verlag besuchen zu dürfen, sollte diese Chance unbedingt ergreifen. Das Flair, die Gastfreundschaft und das Ambiente machen aus einem Tag in Münster ein unvergessliches Lieblingserlebnis. Also liebes Coppenrath Team habt vielen lieben Dank und ihr seid einfach spitze. Auch an Nikola Huppertz vielen lieben Dank für ihre Einblicke und Zeit.

Ihr Lieben, ich hoffe, ihr hattet ein bisschen Spaß bei meinem kleinen Ausflug und nehmt mir meine Wortsparsamkeit nicht übel, aber manchmal ist das Leben nun mal so ...seufz... aber vielleicht mögt ihr das ja gerade.
Ganz liebe Grüße
Eure, sich über die schönen Dinge erfreuende, Sharon