Dienstag, 29. April 2014

Rezension: Daniel Glattauer * Ewig Dein

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Hanser
ISBN-13: 978-3552061811
Preis: 17,90 EUR
E-Book: 8,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: Februar 2012


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Inhalt:
Wer kennt das nicht, vom Einkaufswagen hinter einen wird man in die Hacken gefahren. Der Mann dahinter entschuldigt sich überschwänglich und so lernt Judith den Hannes kennen. Einmal gesehen taucht er überall zufällig auf. Er ist charmant und überschüttet Judith mit Aufmerksamkeiten. Alle Freunde und sogar die Familie findet ihn großartig und so denkt sich Judith, der muss es sein. Aber es dauert nicht lange und es wird einfach zu viel, diese Nähe, diese Liebesschwüre, diese Enge. Judith muss da raus! Aber wie, wenn alle eine Versöhnung möchten und Hannes in Schutz nehmen und alle nicht sehen wollen, wie Judith leidet. Sie macht Schluss und er bleibt dran. In Verborgenen, als ihr Schatten... Judith nimmt ab, kann nicht mehr schlafen, vor die Tür gehen ist eine Qual... Wo steckt er? Was hat er wieder vor? Höre ich die Stimmen wirklich? Judith bricht zusammen und landet in der Psychiatrie. Ist das, das Ende, oder schafft sie es ihren Schatten abzuschütteln.

Meinung:
Ich bin immer noch ganz platt von der Geschichte und kann so was immer noch nicht begreifen, aber die Vorstellung ist der absolute Horror. Daniel Glattauer bringt hier ein Thema rüber, was einen echt bewegt und unheimlich ist. Er erzählt in sein Buch die Phasen des Missbrauches und wir können diese so richtig mit erleben. Das kennenlernen, zusammenkommen, Zukunftspläne, nicht wirklich zusammengehören, wie mache ich Schluss, er begreift es nicht und wie komme ich aus dem ganzen Schlamassel wieder raus. Die Sprache hat mir außerdem sehr gut gefallen. Ich denke, da ich ein Wienfan bin, ist mir das auch sehr leicht gefallen und ein wenig Fernweh habe ich auch bekommen. Gut gefallen hat mir auch Judiths Lehrmädchen, die Bianca, sie war die Einzige, die die Sorgen und Probleme ihrer Chefin verstanden hat und das mit ihren 16 Jahren. Sie war in der ganzen Geschichte immer ein Lichtblick.
Ein wirklich interessantes Buch, was einen eine Gänsehaut verschafft. 


Henry und ich vergeben für unseren ersten Glattauer vier Bücherpunkte:

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Über den Autor:

Daniel Glattauer, geboren 1960 in Wien, Autor und ehemals Journalist. Bücher (u.a.): Die Ameisenzählung (2001), Darum (2003), Die Vögel brüllen (2004), Der Weihnachtshund (Neuausgabe 2004), Theo. Antworten aus dem Kinderzimmer (2010). Mit seinen beiden Romanen, Gut gegen Nordwind (2006) und Alle sieben Wellen (2009), gelangen ihm zwei Bestseller, die in zahlreiche Sprachen übersetzt und auch als Hörspiel, Theaterstück und Hörbuch zum Erfolg wurden.

Quelle: Hanser Verlag
 
Weitere Werke des Autors:

http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-552-06167-5http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-552-06140-8http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-552-06094-4

http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-552-06093-7http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-552-06041-8

Kommentare:

  1. Hallo Inga,

    da bin ich wiedermal...lach, wie so öfters...Muss ja sein...Das Buch hört sich recht interessant an. Ist vielleicht auch was für mich. Habe von dem Autor aber noch nichts gelesen und weiß nicht, ob der mir so liegt. Mal sehen, vielleicht landet von ihm ja auch mal was in meinem SUB...hihihi...
    Ich wünsche dir noch einen schönen Resttag und genieße den Feierabend dann.

    Drück dich, deine lesefreudige Gaby

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    1. Hallo liebe Gaby,

      ich freu mich doch immer über jedes Kommentar ...hihi... also schreib reichlich :-)
      Also der Glattauer ist nicht jedermans Geschmack, eine Freundin verdreht immer die Augen, wenn ich davon spreche, weil sie denn gar nicht leiden kann. Aber ich mag seine Art zu schreiben ...lach... die nächste Rezi steht auch schon in den Startlöchern :-)

      Dir auch noch einen schönen Abend
      Inga, die sich gedrückt fühlt

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  2. Habe die Ehre, Inga.
    Enstes Thema...
    Liebe kann kein Freibrief sein; wobei die Abstufungen einer Obsession mehr mit Macht, Herrschaft, Unterdrückung zu tun haben. Egozentrische Eigenliebe vielleicht noch. Zu aufrichtiger Liebe sind solche Menschen nie fähig, kreist ihr Sein doch nur noch um die Befriedigung ihrer vermeintlichen Bedürfnisse.
    Völlige Abstinenz der Empathie.
    Ein durchweg wichtiges Thema. Stalker sind die Pest für jedes menschliche miteinander.

    Hoffe der Autor fand zu einem befreienden Schluß...

    bonté

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  3. Servus Robert,

    das Thema hatte es wirklich sehr in sich und man ist dem Ganzen ja so hilflos ausgeliefert!

    Der Autor hat einen klasse Schluß mit Schlußstrich gesetzt :-)

    Tanz schön in den Mai
    Inga

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  4. Mich hat das Buch absolut umgehauen. Wenn man bedenkt, dass ich zuvor nur "Gut gegen Nordwind" und "Alle sieben Wellen" von ihm kannte, war das Buch totales Kontrastprogramm. Aber ich fand es auch großartig, wie unheimlich die Entwicklung auf mich gewirkt hat. Das Buch hat wirklich eine starke Wirkung!

    Ganz liebe Grüße, WortGestalt

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    1. Hallo WortGestalt,

      das freut mich zu lesen, denn viele gefällt der Schreibstil nicht und das Thema ist ja auch nicht ohne ... Aber du fasst es für mich genau richtig zusammen, Danke!

      Ganz liebe Grüße
      Sharon

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