Dienstag, 16. September 2014

Rezension: Robison Wells * Ihr seid nicht allein




 
Broschiert: 400 Seiten  
Verlag: FJB   
ISBN-13: 978-3841421418 
Preis: 14,99 EUR  
E-Book: 12,99 EUR 
Reihe: 2. Teil 
Erscheinungsdatum: August 2014 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Benson ist die Flucht geglückt, aber von den über 50 fliehenden Schülern hat es außer ihm, nur noch Becky geschafft und das schwer verletzt. Mit ihr kann er keine große Strecke zurücklegen, aber sie zurück lassen, ist für ihn auch keine Option. Also folgt er der Rauchfahne, die er schon immer vom Internat aus gesehen hat, und macht eine schockierende Entdeckung. Benson steht nämlich Jane gegenüber, aber nicht dem Roboter, sondern der menschlichen Jane und sie bietet ihm Hilfe an. Natürlich ist er sich unsicher und will sich nicht darauf einlassen, aber seine Möglichkeiten sind gering und ohne Becky fliehen, kommt nicht infrage. Er lässt sich also in diesem Fort verstecken und macht Bekanntschaften mit allen Schülern, die er nur als Duplikate kennt. So erfährt er, dass sie Gefangene sind, denn sie haben einen Chip im Kopf und sind mit ihren Kopien verbunden, eine Flucht ist für sie unmöglich. Auch hier herrscht Gewalt, Machtkampf und Unterdrückung und Benson fragt sich langsam, ob er jemals daraus erwachen wird, aber aufgeben ist für ihn keine Möglichkeit. Was wird er noch erfahren? Wie wird es ihm dort ergehen? Wie sind seine Gefühle für die menschliche Jane? Und kann er endlich in die Freiheit fliehen? 

Meinung:
Als ich Band eins aus hatte, war ich so mit Adrenalin erfühlt, das es wirklich schwer war, nicht direkt Band zwei in den Händen zu halten und weiter lesen zu können. Dieser Spannungsaufbau und die Schreibweise waren so gut arrangiert, dass man einfach unruhig wird, man treibt sich selbst zum Lesen an, um endlich zu wissen, wie es weitergeht, beziehungsweise endet. Für mich als doch recht relaxten und entspannten Leser wirklich eine Tortur, aber eine von der guten Sorte.
Benson muss ja einiges durchmachen und hier nagen große Selbstzweifel an ihm. Er fühlt sich schuldig an der Flucht und den vielen Toten, er ist erst dem Selbstmitleid verfallen und kann einfach nicht klar denken. Dann kommt auch noch dazu, dass er sich wahnsinnige Sorgen um Becky macht und seine Gefühle für Jane spielen auch noch einiges dazu bei, das er verwirrt ist, sich einsam fühlt. Aber die Zustände und das Verhalten untereinander, lassen ihm nicht lange in dieser Stimmung, er will raus, er will endlich seine Freiheit wieder haben, aber wie soll er es anstellen, ohne die anderen da mit reinzuziehen. Das wird schwerer als erwartet, denn man sucht ihn weiter, lässt andere dafür leiden und sorgt so für Unruhe und Ungewissheit.
Dieses Misstrauen unter den Gefangenen Schülern baut der Autor so gut auf, dass man sich immer wieder fragen muss, wem kann man vertrauen. Ein ganz besonders guter Schachzug, wie ich finde, bekannte Gesichter wieder zusehen, wir kennen sie aus Band eins, aber da waren es nur die Duplikate, und hier ist das Original. So lernen wir alle neu kennen und man kann nie sicher sein, wie dieser tickt. Ich mag eigentlich gar nicht mehr verraten, oder näher beschreiben, weil es ein großes Ganzes ist und in einem verschlungen werden muss.
Robinson Wells hat hier eine Spannungs- und Aktion geladene Geschichte abgeliefert, die man unbedingt zusammenhängend lesen muss, denn Band eins knüpft nahtlos an Band zwei an. Ich wurde in diese Welt hineingezogen, habe sehr mitgelitten, mir vor nicht aushaltender Spannung die Haare gerauft und viel vor Adrenalin gezittert. Ihm ist hier ein wirklich guter Jugendthriller gelungen, der mir sehr gut gefallen hat und ich mochte die Figur Benson sehr gern. Es gibt aber trotzdem ein Großes aber, denn der Schluss war für mich nicht gut. Zu erst fand ich ihn einfach zu schnell abgehandelt, so nach dem Motto „Oh, Schreck! Ich bin über der Seitenzahl, ich muss jetzt zum Ende kommen!“ und dann war für mich die Auflösung mehr als fragwürdig. Das fand ich wirklich sehr Schade und hat den Ganzen beim Zuklappen des Buches einen komischen Nachgeschmack hinterlassen, aber das ist jetzt nur meine Ansicht, vielleicht sehe ich das auch einfach zu eng.
Trotzdem hatte ich wahnsinnig tolle Lesestunden und will diese auf keinen Fall missen, denn das Experiment hat bei mir gut funktioniert, auch wenn ich froh bin, nicht in dieser Welt festhängen. Die Idee dazu war auf jeden Fall klasse und super umgesetzt. Da bin ich doch mal gespannt was Herr Wells noch so zu Papier bringen wird.
 
Henry und ich sind immer noch im Adrenalinrausch und nach den abgeknapperten Nägeln vergeben wir vier Bücherpunkte:

 

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Über den Autor:   

Robison Wells hat während seines Studiums viel lieber gelesen und geschrieben, als etwas über Finanzwirtschaft zu lernen. Dabei herausgekommen sind diese spannenden Actionthriller. Das Studium hat er dennoch beendet. Robison Wells lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Holladay, Utah.

Quelle: FJB Verlag
 
Weiterer Teil der Reihe:


http://www.buchhaus-sternverlag.de/appDE/nav_product.php?product=9783841421401&origin=SER
 1. Teil Rezension

Vielen lieben Dank an den FJB Verlag für das mitreißende Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Ich liebe deinen Blog, besonders wie du immer die Katzen mit einbeziehst :) Bin schon lange Leserin von dir und wollte dich mal fragen, ob wir vielleicht eine Blog-Kooperation machen wollen?
    Freue mich, von dir zu hören!
    Liebe Grüße,
    Celly von I date books

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    1. Hallo liebe Celly,

      tut mir leid das ich erst jetzt anworte, aber wenn ich unterwegs bin, komme ich einfach nicht dazu! Mir ist ganz warm ums Herz geworden, als ich deine Worte gelesen habe, ich bin ja so gerührt und fühle mich so geehrt ... Tausend Dank dafür, das bedeutet mir viel :-)
      Allerdings ist mir das mit der Blog-Kooperation nicht ganz klar? Wie stellst du dir das den vor?
      Ich bin bei sowas sehr vorsichtig und wir kennen uns ja auch gar nicht persönlich... und ich habe jetzt auch schon eine liebe Freundin gefragt, ob sie mir hilft... also lass mich es einfach mal wissen, was du meinst und sei nicht böse, wenn ich nein sagen sollte ...

      Ich schicke dir ganz liebe Grüße
      Sharon

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