Dienstag, 2. Dezember 2014

Rezenion: Carlos Ruiz Zafon * Das Spiel des Engels

Gebundene Ausgabe: 710 Seiten
Verlag: S. Fischer
ISBN-13: 978-3100954008
Preis: -- EUR 
Taschenbuchpreis: 10,95  EUR
E-Book: 9,49 EUR 
Reihe: 2. Teil  
Erscheinungsdatum: November 2008


 

  
Inhalt/Meinung:
Der Roman wird in drei Akten erzählt, in den Ersten lernen wir David Martin kennen, einen erfolglosen Schriftsteller, der am Anfang seiner Karriere steht und sich erst mal als Zeitungsangestellter durchschlägt. Wir erfahren, was für eine Kindheit er hatte und welche Wünsche, Träume er hat und natürlich, wen er liebt. Es passiert auch gleich recht viel Negatives in seinen Leben, er verliert seinen Job, wird Schriftsteller von Schauergeschichten, wo die Verleger ihm so viel abverlangen, das es ihm gesundheitlich immer schlechter geht. Er lebt in einem Horrorhaus, was eher wie eine Gruft wirkt als wie ein schönes Zuhause. Er schreibt seinen ersten eigenen Roman und gleichzeitig den von seinem Freund, da er das Gefühl hat, auch ihn was Gutes tun zu müssen, da dieser sein Leben bis jetzt unterstützt hat. Es kommt, wie es kommen muss, sein Roman floppt, während der Andere über alles gelobt wird und sein Freund der Frau, die er liebt einen Antrag macht, welche diese auch annimmt. So kommt es, das David krank, erschüttert und dem Tode nahe einem Vertrag mit einem Verleger abschließt, den er wohl sonst nicht abgeschlossen hätte.
Hier kommt dann der zweite Akt, David ist gesund lebt auf und schreibt, für den ersten Eindruck ist er glücklich, aber hier kommen die Fragen warum ist der Verleger so seltsam, was will er mit dem Buch was er schreiben soll, über eine neue Religion und warum findet er nichts über diesem Verlag und seinem Verleger. Dann werden seine zwei alten Verleger Opfer eines Brandes und David ein Verdächtiger. Sein Leben wird immer merkwürdiger und die Intrigen spinnen ihn ein.
Ich kann, nachdem ich den Roman gelesen habe, gar nicht sagen, in welche Sparte es passt und wohin ich ihn für mich einsortieren soll. Eine Fantasiegeschichte, ein Thriller, eine Hommage an das Schreiben und die Bücher? Ich bin da noch einwenig ratlos, aber was ich sagen kann, es liest sich verdammt gut und trotz der 700 Seiten, sehr schnell. Das Buch unterhält und ist extrem spannend, sodass die Seiten nur so dahin fliegen, es macht Spaß in die Welt von David abzutauchen, diesen Menschen kennenzulernen, seine Sprüche zu lesen, dabei zu schmunzeln, mit ihm mitzuleiden. Allein das beschriebene Barcelona ist so gekonnt in Szene gesetzt, dass man unbedingt selber diese Stadt erobern möchte. Er lässt es mystisch und auch Geheimnisvolle schimmern. Für mich hat David einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und ihn zum Schluss ausgetrickst, dank des "Friedhofs der vergessenen Büchern". Ob sich das alles für ihn gelohnt hat, müsst ihr dann selber lesen. 


Henry und ich wurden in den Sog von diesem tollen Schreibstil hineingezogen, durchgewirbelt und mit vier Bücherpunkten hinaus katapultiert:
 
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Über den Autor:


Carlos Ruiz Zafón begeistert mit seinen Barcelona-Romanen um den Friedhof der Vergessenen Bücher ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. ›Der Schatten des Windes‹, ›Das Spiel des Engels‹ und ›Der Gefangene des Himmels‹ waren allesamt SPIEGEL-Bestseller; der vierte und letzte Band der Tetralogie ist in Arbeit. Auch ›Marina‹, der Roman, den er kurz vor den großen Barcelona-Romanen schuf, stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Seine ersten Erfolge feierte Carlos Ruiz Zafón mit den drei phantastischen Schauerromanen ›Der Fürst des Nebels‹, ›Mitternachtspalast‹ und ›Der dunkle Wächter‹. Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und teilt seine Zeit heute zwischen Barcelona und Los Angeles.

Quelle: S. Fischer Verlag

Friedhof der Vergessenen Bücher-Reihe:


http://www.buchhaus-sternverlag.de/appDE/nav_product.php?product=9783596196159&origin=SERhttp://www.buchhaus-sternverlag.de/appDE/nav_product.php?product=9783100954022&origin=SER


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