Dienstag, 22. März 2016

Rezension: Ursula Poznanski * Die Verschworenen


Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Loewe 
ISBN-13:
978-3785575475
Preis: 18,95 EUR
E-Book: 9,99 EUR
Reihe: 2/3 
Erscheinungsdatum: Oktober 2013



Leseprobe? Kaufen?


Inhalt:
Ria und ihre Freunde mussten offiziell den Clan der Schwarzdornen verlassen, aber statt weiterzuziehen, leben sie nun in der Stadt unter der Stadt und nur eine Handvoll Leute weiß darüber bescheid. Aber das Leben ohne Tageslicht ist deprimierend für Ria und noch mehr Verdruss kommt noch hinzu, denn Aureljo treibt seinen Plan in die Sphären zurückzukehren immer mehr voran. Das Einzige was ihr momentan etwas bedeutet sind die Ausflüge mit Sandor, den Than der Schwarzdornen, der sie mitnimmt ans Tageslicht. Auch ihre Arbeit in der Bibliothek bringt neue Erkenntnisse, denn Ria findet einzelne Seiten der Jordans Chronik, aber sie geben mehr Rätsel als Erkenntnis preis und dann passiert etwas Unvorhersehbares und Ria muss eine Entscheidung treffen. Will sie Antworten? Will sie zurück zu den Sphären? Wie wichtig ist ihr die Wahrheit? Oder kann sie sich ein Leben in der Außenwelt vorstellen? 

Meinung:
Hier haben wir also den zweiten Teil der Eleria-Reihe und er setzt natürlich da an, wo Band eins aufhört. Wir stehen mit Ria im Dunklen und wissen nicht ein noch aus. Zuerst herrscht drückende Stimmung im Buch vor, es ist Frust, Angst, Ungeduld und einfach der Unglaube, was aus ihnen geworden ist. Diese dunkle Gefühlswelt passt sich hervorragend an die schwarzen Tunnelwände an und sorgt so für eine deprimierende Atmosphäre. Das hat die Autorin wirklich geschickt eingefädelt, denn es verstärkt alles Gesagte noch einmal. Tja, denn unsere Flüchtenden tappen im wahrsten Sinne des Wortes immer noch im Dunkeln.

Ria und Tycho sind die beiden Realisten, sie wissen das eine Rückkehr in die Sphären den sicheren Tod bedeutet. Während Aureljo und Dantorian weiter an ihren Plan festhalten in ihre Welt der Wärme zurückzukehren. Sie glauben nur dort können sie Leben und Antworten finden. Selbst ich als Leser bezweifelte das, aber wie sollen sie in der Wildnis sonst zu Antworten kommen? Hier im zweiten Band wird schön auf die Gefühlswelt der Gruppe eingegangen und wie sie sich immer mehr entzweien. Jeder, der übrig gebliebenen versucht anders mit der vorherrschenden Situation zurecht zukommen. Natürlich erleben wir Ria‘s Ansichten hautnah mit, denn wir schauen ja beim Lesen durch ihre Augen.

Obwohl das Buch im Nachhinein gar nicht so viel geschehen lässt, flogen bei mir nur so die Seiten, ich war nämlich gefesselt und gebannt. Oft habe ich mit Ria gerätselt, mitgefiebert und gelitten, denn ich finde sie entwickelt sich weiter, hier kommt öfters eine Ria mit Gefühlen durch und jemand der nicht sofort mechanisch, wie es ihre Ausbildung verlangt, handelt. Aber Ria sucht auch Antworten, vielleicht nicht die Wichtigsten, aber sie findet sich immer mehr mit ihrem Schicksal ab und möchte überleben. Also, wie überlebt man draußen im Freien. Ungeahnte Hilfe bekommt sie von Sandor und ihn habe ich ja wirklich in mein Leserherz geschlossen. Es bahnt sich was an und das ist gut so.

Ursula Poznanski spinnt hier ihre Intrige weiter, lässt uns nur kleine Häppchen schlucken, bevor sie zur Tat schreitet und einen mit herunterhängendem Kinn dasitzen lässt. Jetzt muss ich natürlich sofort Band drei lesen und wissen, wie es weiter geht. Ich glaube, diese Trilogie ist wirklich eine Statement für ihr unglaubliches Geschick Geschichten zu erzählen. Es passiert nicht so viel und trotzdem fühlen wir mit, können die Spannung kaum aushalten und genießen die besonderen Stellen ganz besonders. Ich mag die Reihe sehr, weil sie nicht typisch Dystopie ist, sondern ein Kampf um das Recht auf Leben und Freiheit.
 
Henry und ich haben dieses Buch verschlungen und fiebern jetzt den letzten Band entgegen, volle Bücherpunkte:
 
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Über die Autorin:

Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands und schreibt zudem Thriller-Bestseller für Erwachsene. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.
 
Quelle: Loewe Verlag

Die Eleria Trilogie:

http://buchhandlung-barbers.shop-asp.de/shop/action/productDetails/25290379/ursula_poznanski_die_vernichteten_3785575483.html?aUrl=90009126&searchId=78

 1. Teil: Rezension I 3. Teil

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