Dienstag, 21. März 2017

Rezension: Martin Krist * Brandstifter

Taschenbuch: 473 Seiten
Verlag: Edel Elements  für E-Book
Verlag: Martin Krist für TB
ISBN-13:
978-1520648682
Preis: 11,99 EUR
E-Book: 6,99 EUR
Reihe: 3. David Gross Teil
Erscheinungsdatum: Februar 2017




Inhalt:
Valentina kuschelt sich nochmals in ihr Bett, bevor sie aufsteht. Im Geiste plant sie ihren Tag und schaut nach den Kindern, bevor sie nach unten geht, um ihren Mann einen Kuss zu geben, aber im Arbeitszimmer erwartet sie viel Blut. Panisch und geschockt rennt Valentina mit ihren Kindern zu den Nachbarn und kann das gesehene einfach nicht greifen. Aber wenn sie denkt, schlimmer kann es nicht werden, wird sie eines Besseren belehrt und Valentina muss über sich hinaus wachsen und ihre Kinder beschützen. Zur gleichen Zeit steht Problemlöser David Gross ganz am Anfang neuer Ermittlungen, diesmal soll er den Tod einer jungen Familie aufklären und gerät dabei selbst in Lebensgefahr. Warum wurde Valentinas Mann umgebracht? Wer bedroht ihre Familie? Und wie hängt da David Gross Fall mit drin?

Meinung:
Sehr lang habe ich auf eine Fortsetzung von Drecksspiel gewartet, eigentlich viel zu lang. Erst lässt uns nämlich der Autor in einem wahren Leserausch verfallen und dann löst er noch nicht mal alles auf. Also habe ich gewartet und statt einer Fortsetzung, bekamen wir die Vorgeschichte zu David Gross, Engelsgleich und der Cliffhänger schwebte immer noch in der Luft. Nun endlich gibt es den dritten Gross Teil und dieser schließt an Drecksspiel an und da habe ich ziemlich aufgeatmet.

Eigentlich mag ich gar nicht so viel vom Inhalt verraten, weil Martin Krist komplex erzählt und seine Fäden zu gern in unklaren lässt, bis zum Showdown und uns Leser mit offenem Mund zurück lässt. Aber ein bisschen mag ich schon erwähnen, es gibt diesmal drei Erzählstränge und fünf Teile bzw. Tage. Der erste Faden ist Valentina gewidmet, einer wohlhabenden Frau und Mutter, die sich um Heim und Wohltätigkeit kümmert und glücklich mit ihrem Mann ist. Bis sie diesen tot auffindet und nicht nur ihre Welt einstürzt, nein, sie auch noch ins Fadenkreuz von Kriminellen gerät. Dann haben wir natürlich David Gross, der immer noch seine Frau sucht, sich Sorgen um seinen Sohn macht und einen neuen Fall übernimmt. Diesen übernimmt er allerdings eher ungern, und bevor er sich versieht, ist er selbst in einer lebensgefährlichen Situation. Tja und der dritte Faden ist dem Kleinkriminellen Luka gewidmet, der versucht für seine Familie sauber zu bleiben und unfreiwillig doch immer wieder angezogen wird.

Martin Krist versteht es einfach einen von der ersten Sekunde an zu fesseln und an die Seiten festkleben zu lassen. So steigt man in die Geschichte ein und kann erst aufhören, wenn der letzte Punkt erscheint. Ich mag einfach seine Art zu erzählen, die kurzen Kapitel, die schnellen aber konkreten Beschreibungen, er schafft mit so wenig, ein genaues Bild und absolute Berlin Atmosphäre und die jeweilige gewählte Sprache ist genial eingebunden. Das hat mir bis jetzt immer total gut gefallen, sein besonderer Blick in die dunklen Ecken von Berlin, realistisch, hart und überzeugend. Dazu kommt noch sein Spannungsaufbau, Häppchen für Häppchen lässt er uns den Figuren folgen, spielt mit unserer Ungeduld, lässt uns an der spannendsten Stelle verhungern und treibt uns nur so voran. Außerdem lässt er uns so gern in Unklaren, wie alles zusammenhängt, und hebt seine Figuren in jeden Strang so sehr voneinander ab, dass wir überhaupt nicht erraten können, welche Verbindung es am Ende geben wird. Dieses Chaos macht es für uns aber nie schwer zu folgen.

Mit Brandstifter hat Martin Krist wieder stark nachgelegt, spannend Unterhalten, raffiniert konzipiert und immer noch nicht alles zu Ende erzählt. Ich warte also weiterhin auf eine Aufklärung und fiebere einer Fortsetzung entgegen, der Herr Krist, ist aber auch ein Bösewicht.
 
Henry und ich hatten spannende Stunden mit dem Meister des Crime und vergeben die vollen Bücherpunkte:
 
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Über den Autor:

Martin Krist ist das Pseudonym eines erfolgreichen Schriftstellers aus Berlin. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1997 ist er als Schriftsteller tätig und veröffentlichte in unterschiedlichen Genres Bücher. Nach einer Biografie über eine Rotlichtgröße aus dem Ruhrgebiet, über Tattoo-Theo, über die Punk-Diva Nina Hagen, den Rap-Rüpel Sido und die Grunge-Ikone Kurt Cobain sowie zahlreichen anderen Buchprojekten, konzentrierte er sich ab 2005 auf Krimis und Thriller.
 
Quelle: Amazon

David Gross - Reihe:
 
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 1. Teil: Rezension I 2. Teil: Rezension

 Vielen lieben Dank an Martin Krist und den Edel Elements für das Rezensionsexemplar.

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