Montag, 26. Juni 2017

Rezension: Amy Gentry * Good as Gone


Broschiert: 320 Seiten 
Verlag: C.Bertelsmann
ISBN-13: 978-3570103234
Preis: 12,99 EUR 
E-Book: 9,99 EUR 
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: Februar 2017
Übersetzer: Astrid Arz


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt: 
Tom und Anna freuen sich, das ihre jüngste Tochter, zwischen ihren Studiensemestern nach Hause kommt. Während Tom ein opulentes Abendessen vorbereitet, holt Anna ihre Tochter ab. Es herrscht Schweigen, auf der nach Hause Fahrt und erst Tom kann die Stimmung bessern. Schnell wird klar, dass trotz der Jahre, die vergangen sind, ein Teil der Familie fehlt, denn Julie ist nicht da. Julie wurde mit 13 Jahren entführt und bis heute weiß keiner, was mit ihr passiert ist. Nun sind acht Jahre vergangen und es klingelt an der Tür. Anna öffnet diese und vor ihr steht eine junge Frau, die behauptet ihre Tochter zu sein. Ist es wirklich Julie? Kann das wirklich wahr sein? Und wird dieser Familienschmerz endlich heilen?

Meinung:
Mich hat die Geschichte total angesprochen, weil es irgendwie um das „danach“ geht. Erkennt man sein Kind wieder? Kann man mit dem Verlust leben? Wie wächst das zweite Kind auf? Und noch tausend andere Fragen schossen mir durch den Kopf, weil es doch das Schrecklichste überhaupt sein kann, sein Kind zu verlieren, ohne zu wissen, was passiert ist. Ein Ende ohne Abschluss, Hoffnungen, an denen man zerbricht. Dann wurde das Buch auch sehr in die Höhe gelobt und sorgte für einen mega Hype. Ich gestehe, ich war neugierig und nun, habe auch ich es endlich gelesen.

Die Geschichte wird meistens aus Annas Sicht erzählt. Eine Mutter, die an dem Verlust ihres Kindes fast zerbrochen wäre und nun wie unter einer Glasglocke lebt. Alles wird distanziert gesehen, Gefühle nicht wirklich an sich heran gelassen und es wird unnahbar weiterleben. So gewinnt man schnell einen unterkühlten Eindruck von ihr, aber ich fand es irgendwie verständlich, diese Schutzmauern braucht sie einfach, um weiterzumachen, durchzuhalten und zu überleben. Dass ihr Verhältnis zum Ehemann nicht das Beste ist, verständlich, und dass ihre zweite Tochter zur Rebellin geworden ist, auch nachvollziehbar, wenn man immer im Schatten leben muss. So liest man die ersten Seiten etwas emotionslos und ist doch erstaunt, das die fremde junge Frau auch wirklich gleich als Tochter akzeptiert wird.

Das ist der Ausgangspunkt und nun fängt die Autorin an, mit uns Lesern zu spielen. Sie lässt nämlich einen Privatermittler in Erscheinung treten, der sich mit Anna trifft und das bringt diese total aus dem Konzept. Aber nicht nur sie, denn nun beginnt auch noch ein weiterer Erzählstrang an und der treibt die Verwirrung immer weiter. Wer also ist Julie wirklich. Das große Rätselraten hat begonnen und man liest weiter, aber mit ganz besonderer Beobachtung. Jedes Wort wird mehr analysiert und begutachtet, und wenn man denkt, ha, jetzt habe ich es, oder, ich wusste es, dreht sich die Geschichte ein weiteres Mal. Somit hält die Autorin die Spannung und setzt ein großes und grausames Puzzle zusammen. 

Amy Gentry hat sich beim Konstruieren ihrer Geschichte wirklich ins Zeug gelegt und den Leser an der Nase herumgeführt. Dabei fand ich ihre Ideen und Hintergründe wirklich plausibel und verständlich. Das Einzige, was ich nicht ganz gelungen fand, war die unterkühlte Stimmung, diese brach leider nicht auf und so konnte man emotional nicht mitgehen. Wie gesagt, warum sie ihre Figuren so geschildert hat, ist nachvollziehbar, aber wirkt eben auch nicht ganz fühlbar, weil man die Distanz einfach auch beim Lesen mit wahrt.

Good as Gone überrascht, verblüfft und lässt einen atemlos zurück. Eine Geschichte, die sich langsam offenbart, aber so richtig in ihren Wendungen knallt. Ein Debüt, was verfilmt bestimmt der Knaller wird.

Henry und ich fanden die Rätselraterei ziemlich klasse und vergeben vier Bücherpunkte:
 
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Über die Autorin:
 


Amy Gentry hat ihr Studium an der Universität von Chicago mit einem PhD abgeschlossen und lebt in Austin, Texas, wo sie englische Literatur an einer High School unterrichtet. Gleichzeitig arbeitet sie als freie Literaturkritikerin für die LA Review of Books und Chicago Tribune. Good as Gone ist ihr erster Roman, der noch vor Erscheinen für riesiges Aufsehen sorgte und in über 20 Länder verkauft wurde.



Vielen lieben Dank an den C.Bertelsmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Sonntag, 25. Juni 2017

BUCH zu verschenken!

Hallo meine Lieben,

es ist Sommer, die Sonne lacht und der Urlaub steht vor der Tür, zumindest bei einigen von euch. Da ruft das Meer, der Geruch von Sonnenmilch liegt in der Luft und man sucht nach der richtigen Lektüre. Ich habe vor einiger Zeit ein ganz bezauberndes Buch gelesen, über Familien und die Hoffnung, dass man immer wieder zueinanderfinden kann. Dazu noch das französische Flair und eine Insel im Meer. Die Franzosen haben einfach ein Händchen über Gefühle zu schreiben und das mit so viel Feingefühl und Liebe, einfach einmalig. Klingt das nicht großartig? Wer mehr wissen möchte, hier ist meine Rezension

Und da ich dieses Buch einfach toll finde, möchte ich gern mein zweites Exemplar (Vielen Dank an den Atlantik Verlag) in neue Hände legen, damit ihr auch diese bezaubernde Geschichte lesen könnt. Gefühlvoll, mit Witz und einer Sicht auf Dinge, die einfach besticht. Ihr müsst es unbedingt lesen, perfekt für euren Urlaub oder den Balkon oder den Garten :-)


Autorin: Lorraine Fouchet I Atlantik Verlag I Inhalt I Gebundene Ausgabe: 20,00 €


Vorab: Diesmal findet die Aktion auschließlich auf meiner FACEBOOKSEITE statt. 
    
Dort könnt ihr dann in den Lostopf wandern, indem ihr einfach das Bild liked und einen Kommentar da lasst. Das Gewinnspiel läuft einschließlich bis zum 02.07.2017. Teilen und Seite liken ist kein muss, würde mich aber natürlich sehr freuen. :-) Auch das Kleingedruckte findet ihr dort.
 
Nun hoffe ich sehr, dass ich euer Interesse geweckt habe und ihr zahlreich mitmacht. Ich freu mich auf euch und wünsche ganz viel Glück. Bitte lasst euch dieses Buch nicht entgehen!!!! 

Ganz liebe Grüße
Eure, gern auf diese Insel fahren würden wollende, Sharon

Freitag, 23. Juni 2017

Rezension: Lorraine Fouchet * Ein geschenkter Anfang


Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Atlantik
ISBN-13:
978-3455600568
Preis: 20,00 EUR
E-Book: 15,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: März 2017
Übersetzer: Sina de Malafosse 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Jo kann es nicht fassen, seine Lou hat ihn allein gelassen, auf seiner Insel und mit ihren gemeinsamen Erinnerungen und dort hin, wo sie ist, kann er ihr nicht folgen. Seine Lou, diese übermütige vor lebensprühende Frau, deren Kochkünste ein Desaster waren, aber ihre Liebe übergroß, ist nicht mehr da, aber Lou wäre nicht Lou, wenn sie Jo einfach so zurücklässt. Bei der Testamentsverlesung kommt dann der große Paukenschlag, Jo bekommt noch eine Aufgabe, nämlich dafür zu sorgen, dass seine Kinder auch wirklich glücklich sind. Sind sie etwa nicht glücklich? Wird Jo sich dem stellen? Und wird er seinen Kindern somit näherkommen?

Meinung:
Ich weiß nicht warum, aber ich habe ein Faible für französische Romane. Okay, daran ist wohl meine Mutter schuld, immerhin ist immer noch Dumas „Die drei Musketiere“ mein absolutes Lieblingsbuch und der Anfang von meiner großen Liebe zu Büchern. Aber hier muss ich wohl auch noch ein bisschen die Schuld an Antoine Laurain verschieben, immerhin hat er es für gut befunden und als Fangirl muss man solche Bücher dann ja erst recht lesen. Also gesagt, gelesen und für wunderbar befunden. Diese Franzosen sind irgendwann mein Untergang, aber wenn es um Gefühle geht, bleiben sie einfach Meister der Empfindungen.

Jo ist nun Witwer, allein, obwohl er noch so viel mit seiner Lou vorhatte und dann kommt alles anders. Für ihn kann das doch nicht das Ende sein, er fühlt sich betrogen und versucht immer noch ein Deal mit dem Himmel zu machen, denn das alles muss ein Irrtum sein. Diese Ehe ist was ganz Besonderes, eine ganz große Liebe und unvergänglich noch dazu, aber alles hat auch eine andere Seite. Jo ist zwar ein toller Ehemann und geht in seinem Job als Arzt auf, aber seine Kinder blieben auf der Strecke. Er hat das immer Lou überlassen und merkt erst jetzt, durch seine Aufgabe, dass er sie gar nicht kennt. Es ist eigentlich die typische Entwicklung, die Kinder bekommen zu wenig Zeit mit dem Vater, weil das „Versorgen“ im Vordergrund steht und erst mit den Enkelkindern auffällt, was man bei den eigenen Kindern alles verpasst hat. Bloß das nicht Jo drauf kommt, sondern Lou ihn darauf stößt und das mit ihrer ganz eigenen Art. Nun heißt es überwinden, oder ihren Wunsch ignorieren.

Natürlich mischt Jo sich ein. Hat er denn eine andere Wahl, nein! Und die Autorin erzählt mit ganz viel Fingerspitzengefühl eine wahre Entdeckungsreise der eigenen Familie. Dabei bedient sie sich mehreren Stimmen, natürlich aus der Sicht von Jo, aber auch seine Enkelin Pomme und wer glaubt, dass Lou still bleibt, hat sich geschnitten, sie muss ja den Überblick behalten. Dabei findet Lorraine Fouchet für ihren Roman einen ganz besonderen Klang, feinfühlig, zart, aber auch witzig. Diese Autorin lässt uns zu Beginn traurig sein, dann weckt sie unsere Neugier und am Ende besitzen wir alle eine Zuversicht, das es für Hoffnung, nie zu spät ist.

Ich möchte eigentlich von den Kindern nichts verraten, vielleicht nur so viel, das nicht alles so ist, wie der erste Schein uns weiß machen möchte und Glück, nicht immer einfach zu finden ist. Vielleicht steckt man ja auch in einer Findungskrise. Außerdem ist für jeden ja Familie so eine eigene Sache, wer wünscht sich nicht ein gesundes Verhältnis, oder einfach das Gefühl von verstanden sein. Oft sind Familientreffen ja auch eine Last und mehr Pflichterfüllung, als Freude. Genau diesen Problemen nimmt sich die Autorin an, welche Entwicklung manche Eltern-Kind-Beziehungen nehmen und das es nicht immer mit Resignation enden muss, oder einer Lou die einen aufweckt. Mich hat das Buch sehr berührt und ich konnte mich in vielen Kleinigkeiten wieder erkennen. Ich muss sagen, ich habe es wirklich gern gelesen, auch wenn ich glaube, dass nicht alle Familien einen neuen Anfang geschenkt bekommen müssen, da spricht wohl der Pessimist in mir, aber den Grundgedanken fand ich toll und Seelen heilend.

Ein geschenkter Anfang ist ein unglaublich feinfülliges Buch und hat wirklich einen ganz tollen Ton getroffen. Auf diese Insel würde ich gern fahren, um Teil dieser Familie zu sein.
 

Henry und ich waren von den Ausmaßen des kreativen Testaments sehr angetan und vergeben die vollen Bücherpunkte:
 
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Über die Autorin:
 


Lorraine Fouchet, geboren 1956, arbeitete als Notärztin, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie ist Autorin zahlreicher Romane. Sie lebt in der Nähe von Paris und auf der Île de Groix, dem Schauplatz von Ein geschenkter Anfang.

Quelle: Atlantik Verlag

Vielen lieben Dank an den Atlantik Verlag für das  Rezensionsexemplar.

Mittwoch, 21. Juni 2017

NEUES auf dem Büchermakrt ...

Hallo meine Bücherexperten,

ich bin ein großer Fan von Lian Hearn und habe ihre Otori Sage heiß und innig geliebt. Was war die Geschichte damals doch fesselnd, dramatisch und aufregend, aber auch mit einem Hauch Poesie und Melancholie. Kurz um, ich habe schon lange nicht mehr was Vergleichbares gefunden und leider auch nichts neues Übersetztes von ihr. Und dann sitze ich in Leipzig am Verlagsstand, bei der Besprechung der Neuerscheinungen und sehe dieses Buch, ich habe so laut aufgeschrien, dass ich mir die Hand vor den Mund legen musste und mich alle Leute schräg anschauten, aber es gibt was Neues von ihr!!!! Und es klingt wieder so toll, aber lest mal selbst:

 
Die Legende von Shikanoko: Herrscher der acht Inseln
1. Teil
Verlag: Sauerländer
Erscheinungsdatum: 24.08.2017

Shikanoko ist eigentlich nur der Sohn eines einfachen Vasallen. Doch als er von einem Magier eine übernatürliche Maske vermacht bekommt, wird aus ihm das Kind des Hirsches, und er verfügt fortan über magische Fähigkeiten und besonderes Kampfgeschick. Als der alte Kaiser stirbt, gerät Shikanoko in die Fänge des Fürstabts, der alles daransetzt, die höchste Macht im Land – den Lotusthron – an sich zu reißen. Shikanoko muss fliehen und entkommt dabei mehr als einmal nur knapp dem Tod. Doch er muss unbedingt Aki finden, die Herbstprinzessin, die er liebt, und die ein großes Geheimnis verbirgt. Denn in ihrer Obhut befindet sich niemand anderes als der rechtmäßige Nachfolger für den legendären Lotusthron.

 
Wer von euch war auch solche ein großer Otori Fan? Wer hat auch so lange auf was Neues gewartet? Und wer musste auch aufjauchzen von euch? Ich freu mich so sehr, auf das neue Epos und kann es kaum erwarten. Endlich gibt es wieder Edelmut, Ehre und ganz große Liebe. Gigantische Vorfreude!!!

Ganz liebe Grüße
Eure, irgendwann mal nach Japan fahren wollende, Sharon

Montag, 19. Juni 2017

Rezension: Jess Kidd * Der Freund der Toten


Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Dumont
ISBN-13:
978-3832198367
Preis: 20,00 EUR
E-Book: 15,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: Mai 2017
Übersetzer: Ulrike Wasel & Klaus Timmermann 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Mahonys Lebenslaufbahn ist nicht wirklich von Glanzstücken besetzt, Kleinkrimineller, Findelkind und Herzensbrecher, bis ihn eines Tages ein Brief  aus seiner Vergangenheit erreicht und ihn zu einem Ort führt, wo alles begann. Er reist nach Mulderrig, einer kleinen Dorfgemeinde, die Fremden gegenüber nicht gerade aufgeschlossen ist, aber lange können sie Mahonys Charme nicht widerstehen. Bis sie erfahren, warum er ihren Ort besucht, er möchte nämlich gern das mysteriöse Verschwinden seiner Mutter aufklären. Ab da trifft er auf taube Ohren und verstummende Münder, nur die exzentrische Mrs Cauley ist auf seiner Seite und zusammen entwickeln sie einen raffinierten Plan. Werden die beiden mit ihren Plan Erfolg haben? Können sie dem Verschwinden von Mahonys Mutter auf die Spur kommen? Und welche Geheimnisse werden sie noch ausgraben?

Meinung:
Auf dieses Buch freute ich mich schon, seit es mir vorgestellt wurde und dann musste ich so lange darauf warten und nun ist es schon verschlungen. Ich bin ja ein großer Fan von irischen Geschichten, sie habe so einen besonderen Klang und schaffen einfach Atmosphäre. Und hier haben wir ja alles vereint, Irland, ein kleines Dorf, eine schräge und verschrobene Gemeinschaft, eine alte neugierige Lady, einen jungen Burschen, der auch noch die Gabe hat, Tote zu sehen. Klingt gut? Ist gut! Nein, sogar großartig.

Als ich den Namen Mahony gelesen hatte, musste ich unweigerlich sofort an Mahoney aus der Police Academy Filmreihe denken und so ganz abwegig ist es nicht. Denn unser irischer junger Mann hat auch so eine gewinnende Spitzbübigkeit, einfach ein einnehmendes Wesen und Charme, der ihn die Damenwelt zu Füßen liegen lässt. Ich fand ihn sofort sympathisch und seine Art einfach herrlich zu lesen, bei all den Geheimnissen und sehr eigenwilligen anderen Figuren, war er einfach erfrischend.

Eine weitere Hauptfigur und Mahonys Teampartnerin war Mrs Cauley und die hatte es faustdick hinter den Ohren. Sie ist auch nur eine Zugereiste, lebt aber schon ewig in dem Dorf und gilt aber immer noch nicht als Einheimische, da ist eine Dorfgemeinschaft ja eisern. Aber Mrs Cauley hat ihren Platz gefunden, dafür das sie intelligent, scharfzüngig, exzentrisch und kämpferisch ist und es ihren Mitmenschen nicht immer einfach macht. Aber sie ist eine Person, die den Raum betreten und dann beherrschen kann und solch eine Detektivarbeit ist doch auch ein Heidenspaß. Ihren Part zu lesen, hatte immer mit viel bösem Humor zu tun und irgendwie finde ich, das sie wie aus einen Agatha Christie Roman entsprungen ist. Herrlich verschroben und extrem liebenswert.

Aber meine heimlichen Stars der Geschichte waren einfach die Geister, die Mahony sehen konnte. Ständig scharwenzelt einer durchs Bild, führte zu neuen Drehungen in der Geschichte und waren einfach für jede Situation zu haben. Ich fand, sie rundeten alles ab, gaben der Geschichte eine ganz eigene Stimme und schafften Atmosphäre, die sich einfach von anderen Dorfgeschichten abhoben. Wer also gern, wie ich, das Übernatürliche liebt, ist hier genau richtig.

Überhaupt schafft Jess Kidd ein ganz großartiges Debüt, es ist frisch und anderes, hat aber trotzdem den Stil von alten Klassikern, nur mit mehr Seele und Leben. Ihre Sprachauswahl ist unglaublich gut eingesetzt, sie lässt vieles lebendig werden, teilweise sogar poetisch, aber mit einer Sogkraft, die einen förmlich durch das Buch ziehen. Dabei ist man einfach gefesselt von den Figuren und der Landschaft, will immer mehr wissen und hat doch Angst, es zu schnell zu beenden. Dabei möchte man unbedingt wissen, was damals passiert ist, den Mahonys Mutter hatte ein dramatisches Leben und einen schweren Stand im Dorfleben. So spielt die Autorin mit Licht und Schatten in der Geschichte und verstrickt die Figuren immer mehr, und ob wir am Ende wirklich die Wahrheit erfahren, müsst ihr einfach selber lesen. Es lohnt sich.

Für mich hat dieses Buch eine unglaubliche magische Stimmung, mit wunderbaren originellen Figuren und einer Sprachgewalt, die mir einfach entzückende Lesestunden beschert haben. Mitreißend, schräg, schwarzhumorig und fesselnd, genau meins. LESEN!

Henry und ich wurden sofort von dieser Geschichte verschlungen und wir vergeben dafür die vollen Bücherpunkte:
 
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Über die Autorin:
 

 
Jess Kidd, 1973 in London geboren, hat ihre Kindheit teilweise in einem Dorf an der irischen Westküste verbracht. Sie hat Literatur an der St. Mary’s University in Twickenham studiert. Derzeit arbeitet sie an ihrem zweiten Roman. Die Autorin lebt mit ihrer Tochter in London.

Quelle: Dumont Verlag

Vielen lieben Dank an den Dumont Verlag für das  Rezensionsexemplar.


Mittwoch, 14. Juni 2017

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Bücherdetektive,

auf diese neue Krimireihe freue ich mich ganz besonders, denn von der Autorin habe ich schon alles gelesen und jede Geschichte hatte mir gefallen. Außerdem spielt der Krimi in Irland und ich weiß, dass ihr Humor meiner ist. Zudem hat sie eine interessante Kommissarin erschaffen und ich bin schon so gespannt, sie kennenzulernen. Aber lest erst mal selbst:
 

Harte Landung
1. Teil
Verlag: Suhrkamp
Erscheinungsdatum: 07.08.2017

Patsy Logan, 38, deutsch-irische Kommissarin beim Münchner LKA, ermittelt in einem angesagten Online-Unternehmen. Schnell zieht der Fall immer weitere Kreise, der mediale und interne Druck ist enorm. Und auch Patsys Privatleben gerät zunehmend in Schieflage … 

Carolin Höller, Top-Managerin bei der erfolgreichen Online-Tauschbörse Skiller, hat alles: Musterkarriere. Musterehe. Musterkinder. Bis man sie unterhalb ihres Bürofensters tot auffindet. Schnell ist klar: Sie ist nicht freiwillig gesprungen. Immer tiefer gräbt sich Patsy in Carolins Leben und die Strukturen von Skiller, stößt auf Lügengebäude und hohle Fassaden. Erst recht, als man sie ins Skiller-Hauptquartier nach Dublin schickt. Ausgerechnet in die Stadt, um die sie seit dem Selbstmord ihres Vaters einen großen Bogen macht. Kein gutes Omen. Und prompt überschlagen sich die Dinge … 


Na, was sagt ihr zum Buch? Klingt nach einem tollen Krimiauftakt, oder nicht? Auf welcher Wunschliste ist denn der Krimi auch zu finden? Also ich bin tierisch gespannt und freu mich total auf diese Irlandreise und Patsy. Da Ellen Dunne und ich, was Krimis angeht, ähnliche Geschmäcker haben, kann es ja nur gut sein. Ach, die Vorfreude steigt ...

Ganz liebe Grüße
Eure, immer noch nach Irland fahren wollende, Sharon

Montag, 12. Juni 2017

BÜCHERPOST im Mai ...

Hallo meine Bücherduftliebhaber,

der Mai ist rum, und obwohl ich meinem Bücherkonsum einschränken wollte, habe ich es nicht geschafft. Naja, da sind wohl auch ein bisschen die ganzen Programmvorschauen schuld, diese trudeln nämlich bei mir ein und bringen direkt Prioritäten mit. Meine Wunschliste wächst und wächst, genauso wie mein Lesestapel. Aber ihr wollt meine Neuzugänge sehen und nicht mein Geschwafel hören, also los geht es:

Dexter hat kaum Platz, aber er ist mit drauf :D

 
Der Mann konnte dem Grilltisch im Buchladen nicht widerstehen und hat sich "Das ultimative Grillbuch" und "Leckere Partybrote" gegönnt und da stehen wirklich tolle Sachen drin. "Salate im Glas" wollte ich haben, da ich momentan nichts Warmes essen mag, sondern gerade eine Vorliebe für Grünes habe. Wer hätte das jemals gedacht! Aber ich mag es und hoffe mit dem Buch noch mehr inspiriert zu werden.

 
Hier kommen meine Schwächeanfälle aus dem Buchladen. "Gray" musste ich haben, da ich schon von der Autorin die Schafe geliebt habe. "Der Sommer der schwarzen Schafe" klang einfach very british und genau das ist ja meins, diese kleinen englischen Städtchen sind doch immer eine Überraschung wert. "Im Grab schaust du nach oben" ist ein neuer Jennerwein und die Videobotschaft vom Autor ist einfach klasse gewesen, das musste so einfach mit. "Milchschaumschläger" klingt perfekt zum Lachen und für die einfach schönen Lesestunden, so was braucht man ja auch mal. "Ich bin böse" hat die Thematik über eine Serienkillerin, und seit ich die Serie Dexter gelesen hatte, muss ich es lesen. "Mit Staunen und Zittern" ist das nächste Buch für den Buchclub und ich bin schon ganz gespannt. "Der Club" ist mir auf so vielen Bildern im Internet begegnet, das ich es im Buchladen doch zur Hand nahm und der Inhalt überraschte mich und schwups durfte es mit nach Hause.

 
Im Mai kamen die Neuerscheinungen aus dem Wortreich Verlag und alle klingen einfach klasse. "Fast so was wie Liebe" geht es um Liebe, und zwar turbulent und komisch. "Der Flügelschlag einer Möwe" geht um einen Mord und seine Folgen, wie unterschiedlich sie sich auswirken. "Aber das Bild war noch da" und es kommen ein Politiker, ein Autor und auch ein Kunsthändler darin vor. Klingt verzwickt und mega interessant. "Piniensommer" kam ganz überraschend vom Verlag und die Geschichte spielt in Sizilien und Italien geht ja immer. Ich freu mich sehr :-)

 
"Magnus Chase: Der Hammer des Thor" ist ein Rick Riordan  Buch und der erst Teil war schon klasse, also muss ich doch den Zweiten haben. Kapische! "Auf immer gejagt" ist ein schönes Abenteuer und die Liebe kommt hier nicht zu kurz. Ich habe es schon gelesen und rezensiert. "Einzig" ist eine außergewöhnliche Geschichte, und als es mir vorgestellt wurde, wollte ich es einfach lesen. "Scythe - Die Hüter des Todes" hat mich auch bei der Vorstellung begeistert und nun ist es schon da, obwohl es erst im September erscheint, ich bin ja so gespannt und freu mich.

 
"und es schmilzt" geht um eine Frau, die mit einem Eisblock hinten im Auto Richtung Heimatort fährt und die Frage ist, was ist da damals passiert? Ich bin ja so neugierig, das muss ich einfach wissen. "Im Herzen der Gewalt" geht ein harmloser Abend in Paris mit Gewalt zu Ende. Diese Geschichte klingt mehr als nur aktuelle und macht mich wirklich neugierig, wie der Autor das umsetzt. "Heute hat die Welt Geburtstag" ist ein Roman von Flake, einem Mitglied der Band Rammstein und scheint auch in dieser Welt zu spielen. Na, da bin ich mal gespannt. "Kill Baxter" ist der zweite Teil und ich freu mich, denn das erste Abenteuer war wunderbar paranormal.

 
"Was man von hier aus sehen kann" handelt von einem Okapi, der im Traum erscheint und den Tod voraussagt, was ein ganzes Dorf kopfstehen lässt. "Die Kapitel meines Herzens" ist ein Buch über Bücher und die Liebe, klingt sehr vielversprechend. "Das Glück ist ein Vogerl" handelt von Irrungen und Wirrungen im Alltag, mit Humor und Witz, ich freu mich drauf. Und dann ein neues Werk von Antoine Laurain "Die Melodie meines Lebens" klingt einfach wieder wunderbar französisch, ich bin jetzt schon verliebt.

 
Ein mega Dumont Stapel und alle Bücher sind herzlich willkommen und gern gesehen. "Der Freund der Toten" spielt in Irland und die geheimen Stars darin, sind Geister. Ich habe es schon gelesen und finde es großartig. "Hier treffen sich fünf Flüsse" handelt von einem Unfall und fünf Schicksalen. Bis jetzt habe ich von dem Debüt nur tolles gehört und bin sehr gespannt. "Birthday Girl" von Haruki Murakami, eine Erzählung und dazu illustriert. Asche auf mein Haupt, ich habe immer noch nichts von ihm gelesen, aber damit werde ich wohl anfangen. Gute Wahl oder lieber nicht? "Wie die Steeple Sinderby Wanderes den Pokal holten", denn so ganz ohne Fußball in meinem Leben geht es nicht. "Hinter dem Café das Meer" verspricht, die richtige Lektüre fürs Entspannungswochenende zu sein. 

Das war es wieder, viele schöne Bücher, die zum Entdecken und Schmökern einladen. Zwei habe ich sogar schon gelesen und darüber freue ich mich sehr. Allerdings ist die Menge wieder sehr beeindruckend, wer soll das nämlich alles lesen, ich brauche Jahre dafür und es kommen ja immer neue noch dazu ... AAHHHH..... Wie war denn euer Monat? Habt ihr viele Bücher einziehen lassen? Waren von unseren Büchern auch welche für euch dabei? Habt ihr davon was auf der Wunschliste, oder sogar schon eins davon gelesen? Ich freu mich auf jeden Fall wahnsinnig auf alle meine neuen Schätze ;-)
  
Ganz liebe Grüße
Eure, um die Bücherstapel tanzende, Sharon

Freitag, 9. Juni 2017

TAG I Auf immer gejagt

Hallo meine Buchspaziergänger,

gestern konntet ihr meine Meinung zum Buch lesen und heute nehme ich sogar am TAG teil. Diesen haben die Carlsen Damen ins Leben gerufen und sich zu sieben Fragen inspirieren lassen und mal sehen, was bei mir rauskommt. Wer übrigens noch mehr über diese Aktion lesen möchte, der kann das HIER tun. Aber nun legen wir los:
 

Autorin: Erin Summerill I Verlag: Carlsen I Inhalt I gebundene Ausgabe: 19,99 €


Tessa, die Hauptfigur in "Auf immer gejagt" ist wild, unabhängig, stark- und ausgesprochen einsam. An welche Buch-Heldin erinnert dich das?

Ich hatte im ersten Moment Katniss Everdeen im Kopf, aber sie war, was Gefühle angeht immer etwas unterkühlter, das ist Tessa nicht. So war sie für mich eher eine Mischung aus mütiger junge Frau und jemanden der seinem Herzen folgt. Bloß hatte ich dafür nicht die richtige Heldin in Kopf und somit ist Tessa für mich, eine neue Heldin.
 
Tessa hat nur eine Sache, die sie an ihren Vater erinnert: ein verzierter Dolch. Besitzt du ebenfalls ein besonderes Erbstück?

Ja, so ein ganz besonderes Erbstück besitze ich. Meine Oma war eine sehr gläubige Frau, und obwohl ich ihre Einstellung zur Kirche nicht folgen kann, besitze ich ihren Rosenkranz und halte diesen sehr in Ehre. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, wenn ich ihn in Händen halte, besonders mit meiner Oma in Verbindung zu stehen und das er mir Kraft gibt, wie ihr. 
 
Wenn sich Tessa auf etwas verlassen kann, dann auf ihre Bauchgefühl. Wie ist das bei dir?

Ach, das gute Bauchgefühl. Ich sollte nur mal besser darauf hören, allerdings kollidiert es immer mit dem Verstand und den Gefühlen und spielt mir deshalb oft einen Streich. Aber im Großen und Ganzen stimmt die erste Bauchwelle immer überein, mit dem Ende. Ich gelobe, gegen über meinem Bauch, Besserung.



 
In "Auf immer gejagt" haben manche Menschen besondere Begabungen. Welche besondere Fähigkeit würdest du gerne besitzen?

Ich finde Tessas Gabe eigentlich sehr praktisch, zu erkennen, wer die Wahrheit sagt oder nicht. Das könnte mir gefallen und wäre ungemein praktisch, somit wäre meine Mischung aus Bauch und Verstand entlastet :D

Liebe oder Ehre - der Mensch, den du liebst, begeht Verrat an deiner Familie. Wie würdest du dich entscheiden?

Oh, die liebe Familie. Das kann man nicht so einfach beurteilen. Wenn wir vom Idealfall ausgehen, dann ist Familie wichtiger, als alle Herzensangelegenheiten, allerdings kann auch Familie sehr problematisch sein. Am besten spricht man erst einmal mit allen und entscheidet selbst seinen eigenen Weg. 

Im Wald überleben, so wie Tessa, hast du davon schon mal geträumt?

Ich und im Wald überleben! Gelächter!!! Ich bin ein Stadtkind und wäre völlig aufgeschmissen. Und ehrlich, ich finde Camping schon schrecklich. Ein Spaziergang muss reichen.




Die Würfel sind gefallen - was hält "Auf immer gejagt" wohl für dich parat?

Diese Geschichte hält Abenteuer, Magie und eine süße Liebesgeschichte parat. Unterhaltende Lesestunden inclusive!

Ich hoffe, ich konnte euch neugierig machen und ihr schenkt eure Aufmerksamkeit diesem Buch und fandet meine Antworten interessant.

Ganz liebe Grüße
Eure, die Farbe grün mögende, Sharon