Montag, 20. November 2017

Rezension: Martin Krist * Böses Kind

Taschenbuch: 324 Seiten
Verlag: Selfpublishing
ISBN-13:
978-3745035292
Preis: 9,99 EUR
E-Book: 2,99 EUR
Reihe: 1. Henry Frei Fall
Erscheinungsdatum: November 2017
 
 
 
 
Inhalt:
Suses Leben wächst ihr von Tag zu Tag noch mehr über den Kopf. Die Trennung von ihrem Mann, dazu noch die Kinder mit einer pubertären Tochter, einem quengligem Kleinkind und noch einem Baby dazu. Alles ist zu viel, alles wird schwer und dann auch noch Sorgen im Job, den sie doch so dringend braucht. Aber das alles wird noch getoppt, denn ihre Tochter ist auf einmal verschwunden. Zur gleichen Zeit arbeitet das Team von Kriminalhauptkommissar Henry Frei an einem schweren Fall, der jetzt endlich gelöst zu sein scheint, und ihm doch noch Kopfzerbrechen bereitet. Dafür bleibt ihm aber wenig Zeit, denn ein neuer Fall erfordert seine Aufmerksamkeit. Ein Opfer wurde gekreuzigt und erschlagen aufgefunden und führt über Umwege zu Suse. Wie hängt der Fall zusammen? Welche Familiengeheimnisse müssen Henry Frei und sein Team aufdecken? Wird es noch mehr Opfer geben? Und werden sie die vermisste Tochter finden?

Meinung:
Was Neues von Martin Krist, und meine Krimiseele jauchzt begeistert auf. Bis jetzt habe ich die Bücher keines Krimiautors so gern verschlungen wie die Geschichten von Krist. Er ist einfach ein Garant für spannende Unterhaltung, die einem durch die Seiten rauschen lässt und ein Berlin einfängt, das zum Greifen nah scheint. Dazu noch seine geschickten Verknüpfungen und die gut portionierten Kapitel, die kleinen Cliffhanger und Marotten der Hauptfiguren machen ihn einfach zu Mr. Crime. Diesmal mit einem neuen ErmittlertTeam in alter Kulisse, ich war gespannt. Ob er mich wieder begeistern konnte, erzähle ich euch jetzt.

Natürlich fängt sein Buch auch direkt wieder mit einer Eröffnungsszene an, die einen erschaudern, ekeln und trotzdem gebannt weiter lesen lässt. Das kann Martin Krist ja immer perfekt, da der Leser sofort denkt:Was ist passiert? Wer ist diese Person? Und oh mein Gott, wie wird das enden? So stürzt man förmlich in den Fall und prescht mit Feuereifer voran. Aber wer den Autor ein bisschen kennt und schon eines seiner Werke gelesen hat, sollte vorsichtig mit den Vermutungen sein, denn man weiß nie, in welcher Zeitebene manche seiner Erzählstränge spielen. Das macht er so perfekt, dass es immer schwer ist, alles auf den ersten Blick zu entwirren.

Aber nicht nur das ist sein Steckenpferd, nein, Martin Krist hat eine beindruckende Gabe, Umgebung, Personen und ihre Alltagssorgen zu beschreiben. Ich bin immer wieder so erstaunt und überrascht, wie nah mir alles vorkommt und wie ich mitten rein stolpere und nur den Arm ausstrecken müsste, um Personen und Dinge berühren zu können. Er beschreibt Suses Leben so authentisch, dass man es absolut nachvollziehen kann. Man spürt die Verzweiflung, aber auch die Wut über die Welt und doch auch den Kampf um die eigene Existenz. Diese Zwischengefühle von Schuld und Unwissenheit stellt er so gut dar, dass man Suse in den Arm nehmen möchte, um zu trösten. Und dann sehen wir sie durch die Augen der Ermittler und erleben eine ganz andere Sicht. Dieses Spiel mit dem Leser, dieser unglaublich geniale Erzählstil machen aus einem kleinen Fall einen richtigen atmosphärischen starken Krimi, und man will nicht loslassen.

Dann kommt auch noch ein neuer Ermittler an Board. Ich muss gestehen, dieser Henry Frei gefällt mir ausgesprochen gut. Zu meiner Schande muss ich nämlich sagen, dass ich nicht so ein Kalkbrenner-Fan bin, obwohl - das stimmt jetzt auch nicht so wirklich. Kalkbrenner ist schon ein netter Kerl, aber mir nicht so sympathisch, da fand ich jetzt Frei bei weitem interessanter und allein als Person spannender. Er hat wohl auch so seine Vorgeschichte. Er ist etwas unterkühlt, aber extrem organisiert und hat gern alles unter Kontrolle. Dazu kommen noch seine Macken, wie immer seine Kleidung glatt zu streichen, die Mittelkonsole in seinem Auto manisch zu sortieren und einen gewissen Regelgang in seinem Leben einzuhalten. Gut fand ich auch, dass er verheiratet ist, und zwar mal glücklich und zwei Kinder hat. Im krassen Gegensatz dazu ist seine Kollegin, chaotisch, gerade Mutter geworden, ständig übermüdet und sie verteilt gern ihren Kram überall. Das führt zu manchen Augenrollenaugenblicken und heitert das Lesen gerne mal auf. So lernen wir neue Figuren kennen, aber treffen auch alte Bekannte wieder, immerhin hat die Mordkommission viele Abteilungen, aber nur einen Pathologen und eine Spurensicherung.

Machen wir es kurz, ein absolut gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe und wir können uns da noch auf einiges freuen, denn das Ende war mit einem kleinen Cliffhanger bestückt. Martin Krist beherrscht einfach sein Handwerk und hat mir wieder richtig gut gefallen, ein tolles neues Team und ein spannender Fall, aber ich denke, der Krist läuft erst warm und lässt es noch richtig krachen. Ich freu mich darauf.

Henry und ich fanden den Auftakt richtig stark und vergeben die vollen Bücherpunkte:
 
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Über den Autor:

Martin Krist ist das Pseudonym eines erfolgreichen Schriftstellers aus Berlin. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1997 ist er als Schriftsteller tätig und veröffentlichte in unterschiedlichen Genres Bücher. Nach einer Biografie über eine Rotlichtgröße aus dem Ruhrgebiet, über Tattoo-Theo, über die Punk-Diva Nina Hagen, den Rap-Rüpel Sido und die Grunge-Ikone Kurt Cobain sowie zahlreichen anderen Buchprojekten, konzentrierte er sich ab 2005 auf Krimis und Thriller.
 
Quelle: Amazon


Vielen lieben Dank an Martin Krist für das Rezensionsexemplar. 

Freitag, 17. November 2017

Lesung mit Sonja Heiss

Hallo meine Lieben,

darf ich euch wieder auf einen Lesungsbesuch entführen? Ich habe da nämlich wieder was zu berichten.

Vielleicht haben es ja einige von euch auf meinem Blog gesehen, mich hat der Roman "Rimini" total umgehauen und begeistert. Diese Familiegeschichte wurde so Rasiermesserschaf beschrieben und trotz der Alltagstragik humorvoll rübergebracht, genial. Ein absoluter Genuss, der aber auch nachdenklich stimmt und das eigene Leben reflektiert. Ihr wollt mehr wissen, dann schaut doch mal bei meiner Rezension vorbei.  

Naja, und wie ich nun mal so bin, habe ich auf der Verlagsseite beim KiWi nach Lesungsterminen geschaut und was sehen meine Augen, eine Lesung in Köln und auch noch an einem Freitag. Direkt mit Feuereifer den Göttergatten erzählt und er hat sich sofort um Karten gekümmert. Musste ich direkt einer Freundin (Anja von Der Bücherblog) erzählen und schwups fuhren wir zu dritt am 20. Oktober 2017 nach Köln zu einem sehr speziellen Abend. 

Es kann losgehen!

Da man nicht mehr wirklich den Straßenverkehr planen kann, waren wir eine Stunde zu früh vor Ort. Aber das überbrückten wir schnell mit Buchhandlung Goltsteinstr. 78 suchen, Karten bezahlen, Platz reservieren (man wollte uns noch nicht dabehalten) und gemütlich noch einen Kaffee schlürfen gehen. Das war nun der fröhliche Teil mit ausgelassenem plaudern und lachen, dann ging es zurück in die heiligen Bücherhallen. Die Buchhandlung ist recht klein, aber überaus gut bestückt und mit Sicherheit für jeden was dabei. Allerdings war es auch viel zu eng bestuhlt, dass man immer über den anderen Besucher stolperte. Das Team war freundlich, aber ich muss auch sagen, mehr an ihren Stammbesuchern interessiert, als vielleicht auch Neue zu gewinnen, das schmälerte ein bisschen die Atmosphäre. Außerdem schienen wir den Altersdurchschnitt zu senken und ich war äußerst gespannt, wie das Buch bei solch einem Publikum ankommen würde. Aber schauen wir uns das Werk erst mal genauer an:


Autorin: Sonja Heiss I Verlag: KiWi I Inhalt I Gebundene Ausgabe: 20,00 €

Sonja Heiss, der Profi beim Vorlesen.

Sonja Heiss musste nicht allein vorne sitzen, denn man hatte ihr einen Moderator zu Seite gestellt, und zwar Peter Henning. Aber zuerst lass sie uns aus ihrem Roman vor und Masha kam als Erstes dran, mit 39 Jahren wünscht sie sich ein Kind und merkt, das sie ihren Partner nicht mehr so liebt wie früher und das ihr, alles an ihm stört. Tja, und zwar direkt eine Sexszene und Anja und ich mussten ein bisschen auf die gesetzteren Leute schauen und deren Reaktion. Herrlich, wie sie versuchten, sich nix anmerken zu lassen. Danach kamen Masha's Eltern dran und das neue Leben als Rentner, wie unterschiedlich die Ansichten dazu sind und das man sich dabei schnell entfremdet. Bei diesen Figuren ist die Autorin geblieben und mein Buchliebling Hans kam nicht, schade, der war nämlich genial. Aber egal, sie kann hervorragend vorlesen, an den richtigen Stellen mit Gesten unterstreichen, Worte wirken lassen und den Zuhörer fesseln. Das war ein absolut schöner Hörgenuss und dann kam der Moderator ...

Das Beste zum Schluss, oder?

Ich weiß gar nicht, wie ich es nett sagen soll, aber er war eine absolute Katastrophe. Er bezeichnet sich direkt auch zu Anfang als Autor und Kritiker und so leitet er, auch jede seiner Fragen ein. Ich kenne von dem Mann nix und möchte seine Arbeit auch gar nicht schlecht machen, aber sich bei jeder Frage auf sich selbst zu beziehen und sich in den Vordergrund zu drängen, spricht nicht unbedingt für sein Können. Wir wollten was von Sonja Heiss hören und nicht sein gefaseltes Blabla ... Übrigens kann ich mich kaum noch an seinen Kauderwelsch an Fragen erinnern, allein die Einleitung kam aus der Urzeit, bis sie den Punkt trafen. Ich hatte unglaubliches Mitleid mit der Autorin. Und ich werde mit Sicherheit nach diesem Abend auch nichts von ihm lesen, er kam nämlich total von sich eingenommen rüber, meinte sich in seinen Ausführungen überflügeln zu müssen, und als ich mir nun die Fotos anschaute, wie er grimmig jedes Mal in die Kamera schaute, unglaublich unsympathisch. Mit diesem Moderator hat sich die Buchhandlung keinen Gefallen getan.

So blieben mir leider auch die spärlichen Antworten der Autorin nicht mehr wirklich im Gedächtnis, aber es ging einfach zu sehr um ihre Filmarbeit, als um die Geschichte. Ehrlich Schade. Tja, und kaum war der Lesungsteil vorbei, waren auch schon viele weg. Bücher wurden wenig signiert und man hielt sich eher an den Wein. Allerdings habe ich mein Buch signiert und mein Foto, auch wenn Sonja Heiss ein wenig reserviert rüberkommt, fand ich sie nett, und fremde Menschen sind ja nicht jedermanns Sache. So schlich sich nämlich auch Anke Engelke durch das Publikum und verließ fast zeitnah mit uns den Ort des Geschehens. Wir mochten sie wegen ihrer abweisenden Körperhaltung nicht ansprechen, da dass unsere Kinderstube nicht erlaubte ...lach...

Unser Fazit des Abends, sehr durchwachsen. Ich weiß nicht, ob ich mir das Buch so gekauft hätte, wahrscheinlich schon, weil die Autorin einfach genial vorgelesen hatte. Aber der Rest war schon sehr besonders, aber nicht immer im positiven Sinne, auf jeden Fall hatten wir eine sehr gesprächige Rückfahrt.

Ich hoffe meine kleinen Einblicke und meine Plauderei, haben euch gut unterhalten. Vielleicht könnt ihr mich ja auch in einigen Punkten gut verstehen, aber bitte lasst euch dieses Buch nicht entgehen, es ist so stark und unglaublich gut geschrieben. Wie hat euch denn mein Erfahrungsbericht gefallen? Habt ihr auch schon mal eine Lesung besucht und seit mit gemischten Gefühlen wieder gefahren? Habt ihr die nächste Lesung vielleicht schon geplant?

Ganz liebe Grüße
Eure, sich das Lesevergnügen nicht nehmen lassende, Sharon

Mittwoch, 15. November 2017

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Bücherhasen,

die weihnachtliche Vorzeit rückt immer näher und auch die passende Literatur hält Einzug in die Buchläden. Romantische Liebesgeschichten, Weihnachtsmänner oder die verrückte Familiengeschichte gehen an den Start. Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, mich mit passender Lektüre einzustimmen und bin durchs Stöbern auf diesen Titel hier gestoßen und ich finde ihn wirklich klasse. Weihnachten ist ja immer eine Zeit, wo man über sein Leben nachdenkt, aber genug gebabbelt, schaut mal hier:

 
Highway to heaven
Verlag: btb
Erscheinungsdatum: 11.12.2017

Drei Dinge braucht die Frau: Männer, Motorräder, Macarons.

 

An ihrem achtzehnten Geburtstag versprach Anette sich drei Dinge, die sie im Leben tun würde: ein Motorrad fahren, ein Haus zu kaufen und sich um sich selbst kümmern. Fast zwanzig Jahre später sieht die Welt ganz anders aus. Sie lebt in einer Mietwohnung in einer schwedischen Kleinstadt mitten im Nirgendwo. Sie arbeitet in einem Supermarkt, in dem der Klang des Kassenscanners sie langsam in den Wahnsinn treibt. Sie kümmert sich um ihre demente Mutter, und ein Motorrad hat sie auch nicht, noch nicht mal einen Führerschein. Aber sie hat ihre Tochter. Als Emma jedoch auszieht, fällt Anette in ein Loch, aus dem nur ihre beiden besten Freundinnen sie herausholen können, und die Arbeit an einem scheinbar unmöglichen Projekt ...


Wer von euch stimmt sich auch mit Büchern weihnachtlich ein? Habt ihr vielleicht noch einen Weihnachtstipp? Wer hat auch noch unerfüllte Lebenswünsche? Und wer mag die Weihnachtszeit auch so sehr wie ich? Was sagt ihr zur Geschichte? Ist es nicht spannend, was sich hinter dem Projekt verbirgt, immerhin gibt es ja zu Weihnachten auch Zauber. 

Ganz liebe Grüße
Eure, schon in weihnachtlicher Deko steckende, Sharon

Dienstag, 14. November 2017

Rezension: Marissa Stapley * Das Glück an Regentagen


Broschiert: 304 Seiten
Verlag: Rowohlt  
ISBN-13:
978-3499291708
Preis: 14,99 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: November 2017

Übersetzer: Katharina Naumann
 




Inhalt: 
Mae war noch vor einem kurzen Augenblick, die glücklichste Frau der Welt, aber dann zerbrach alles in tausend Scherben und der Abwärtstrend hält in ihrem Leben an. Ihr Verlobter ist ein Betrüger und hat sich aus dem Staub gemacht, zurück bleiben bedauernde Blicke, Schuldgefühle und ständige Vernehmungen bei der Polizei. Mae möchte einfach nur noch flüchten, und zwar an liebsten zu ihren Großeltern nach Alexandria Bay und ihre Wunden lecken. Das macht sie dann auch, aber dort ist ihre heile Welt anscheinend kaputt, die Großeltern im Streit und plötzlich steht sie auch noch ihre große Jugendliebe Gabe gegenüber. Mae weiß gar nicht wohin mit sich selbst, sie erlebt ein wahres Gefühlschaos und dann lüften sich auch noch mehrere Familiengeheimnisse gleichzeitig. Was verbirgt diese Familie vor Mae? Welche Gefühle hat sie noch für Gabe? Und kann der Ort ihrer Kindheit ihre Wunden heilen?

Meinung:
Was für ein hübsches Cover dachte ich und was für ein gelungener Slogan „Die Menschen brauchen mehr Liebesgeschichten“. Recht hat die Autorin und das sie Kanadierin ist, hat für mich die ganze Sache noch einen ticken lesenswerter gemacht, immerhin hat mein Mann seine Sommer dort verbracht. Allerdings bin ich nicht so der große Liebesroman Leser, meistens dann die Klassiker, die aber immer tragisch enden, oder ganz bestimmt Lieblingsautoren, wo man einfach weiß, sie überspitzen nix und halten Kitsch und Drama in Waage. Ob das Marissa Stapley auch kann, erzähle ich euch nun.

Als ich das Buch zur Hand nahm, wollte ich nur mal kurz reinlesen und war dann auf einmal schon auf Seite hundert und naja, dann liest man halt weiter. Der Anfang macht direkt neugierig, denn wir lesen über Mae‘s Mutter und dem schicksalhaften Tag, der sie zur Waise macht. Dann springen wir direkt zum ersten Teil und dieser beschäftigt sich mit den Hauptfiguren und wie sie sich alle nach Alexandria Bay begeben. Insgesamt ist die Geschichte in drei Teile aufgegliedert und Virginia, Mae‘s Mutter taucht immer wieder einmal auf. Wie ihr seht, es lässt sich schnell und zügig lesen, hat kurze Kapitel und diese werden immer am Anfang mit Tipps versehen, was man an Regentagen in Summers‘ Inn machen kann.

Aber nun kommen wir doch zur ersten Hauptfigur Mae, jetzt eine gestandene Frau, zumindest erschloss es mir zuerst, aber ich sollte mich irren. Der Anfang dieser Geschichte war nämlich wirklich gut. Mae ist erfolgreich in ihrem Job, steht kurz vor der Hochzeit und wartet auf ihren Verlobten, der nicht auftaucht. Aus Sorge um ihn macht sie sich auf den Weg in sein Büro und erlebt die schlimmste Überraschung überhaupt. Einen Zettel mit dem Hinweis, dass er weg ist, für immer. Dieses Drama fand ich äußerst spannend und ich hätte mir gewünscht, dass es in diese Richtung weiter gehen wird. Somit fand ich Mae zuerst ziemlich gut, aber das sollte sich im Laufe des Buches ändern. An einem bestimmten Punkt fand ich sie einfach nur noch grässlich unsicher, übellaunig und total überzogen.

Ihr gegenüber wird natürlich ein tragischer vom Schicksal gebeutelter Mann gestellt. Gabe, hatte eine schlimme Kindheit und wurde mehr von Mae‘s Eltern aufgezogen, als von seinem Vater. Sein Leben ist total durch diese Familie geprägt und das, obwohl sie nicht immer gut zu ihm wahren. Nach seiner Scheidung bekommt er einen Anruf, dass sein Vater im Krankenhaus liegt und aus irgendeiner Gefühlsregung kehrt er zum Ort seiner Kindheit zurück und begegnet der Frau, für die immer noch sein Herz schlägt. Mehr ist da nicht zu sagen. Gabe ist leider wie ein Hund, immer brav, treu und nach Liebe hechelnd. Eigentlich hätte man mal um ihn kämpfen müssen, aber dieser Zug blieb ihm verwehrt.

Und als Drittes im Bunde die Großeltern, auch diese beiden nehmen eine große Rolle in der Geschichte ein, denn irgendwoher müssen ja die schlimmen Geheimnisse kommen. Nur blöd, dass bei der Großmutter gerade Alzheimer immer stärker in Erscheinung tritt und sie ihre Geheimnisse ausplaudert, bevor ihr wieder einfällt, dass sie das nicht machen soll. Das mischt die ganze Geschichte auf, ihre eigene, die ihrer Tochter und ihrer Enkelin. Es ist doch immer das Gleiche, was man im Guten getan hat, verändert sich im Laufe der Zeit, bricht irgendwann ans Tageslicht und verändert alles.

Das Glück an Regentagen fängt eigentlich vielversprechend an und lässt mich am Ende doch mit einem resignierten Schulterzucken zurück. Von Kapitel zu Kapitel baute die Autorin ihre Drama Pyramide auf und haut auch wirklich alles rein, was sie irgendwie zu fassen bekam. Ich mag gar nicht alles aufzählen, das wird nämlich sonst zu lang, aber dadurch verliert sie an Glaubwürdigkeit und verstickt die aufkeimende Liebesgeschichte mal so richtig im Keim. Natürlich wartet die Autorin am Ende mit einer wichtigen Botschaft auf, aber mal ehrlich, das kann es nicht mehr reizen, da sie ihre Geschichte einfach zu unterkühlt rüber bringt und der Funke einfach nicht zünden will.

Marissa Stapley hatte wirklich eine nette Idee, einen starken Anfang und hat sich am Ende in Kitsch und Drama verloren. Dabei zeichnet sie immer nur Dinge an, lässt ihre Figuren gar nicht so richtig mitfühlen und zwingt ihnen ihre Rolle auf. Eine Liebesgeschichte zum Mitfiebern ist diese leider mal so gar nicht.

Henry und ich hatten leider kein Geschmackserlebnis und so gibt es nur zwei Bücherpunkte:

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Über die Autorin:


Marissa Stapley hat als Zeitschriftenredakteurin gearbeitet und kreatives Schreiben unterrichtet, bevor sie sich an ihren ersten Roman wagte - in Kanada auf Anhieb ein Bestseller. Sie rezensiert Romane für die Zeitung Globe & Mail und berichtet im Toronto Star über Bücher und Kulturereignisse. Marissa Stapley lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Toronto.


Vielen lieben Dank an den Rowohlt Verlag für das  Rezensionsexemplar.

Montag, 13. November 2017

BÜCHERPOST im Oktober ...

Hallo meine Lieben,

da ist doch schon wieder ein Monat rum und dieser Stand ganz im Zeichen von Buchmesse, Buchhändler und vielen neuen Schätzen. Das sollte eigentlich aufhören, aber der Oktober war schon immer einer der heftigsten Monate, aber nun müssen diese Bücherberge aufhören ...lach... Hoffe ich zumindest und ich gelobe, nun brav zu sein. Aber wie soll man den Verlockungen und den schönen Dingen entgehen. Ich bin für Tipps und Ideen dankbar. Kommen wir aber nun zu den Schönheiten und legen los:


 
Der arme Dexter musste wieder den Notsitz einnehmen.
 
 
Der erste Stapel ist der zweiten Leidenschaft gewidmet, nämlich dem Essen. "White Christmas" habe ich zu verschulden. Ich mag ja Kochbücher, die einen auch schön auf die Weihnachtszeit einstimmen, und da ich es auf der Buchmesse schon in den Händen hatte, musste es nun auch einziehen. Bei  "New York Christmas Baking" bin ich mir noch nicht sicher, ob ich das haben möchte, da es ja wirklich nur ein reines Backbuch ist. Kennt es denn schon einer von euch? "Die Montag-bis-Freitag Küche" ist dem Göttergatten auf der Buchmesse in die Hände gefallen und musste später auch einziehen. Ich bin ja mal gespannt, was er daraus noch so zaubern wird. "Wohlfühlküche mit heimischen Superfoods" ist die Empfehlung unserer lieben Buchhändlerin Julia. Ist ja immer ein Fluch und ein Segen, wenn man sich austauscht und das war ein super Tipp, schon zwei Gerichte daraus gekocht und so köstlich.


Dieser Stapel ist dem Zufall gewidmet. Eine Freundin, einer Freundin hatte ihr Buchregal aussortiert und auch ich durfte ein Auge hineinwerfen. Drei Thriller sprangen mir sofort ins Blickfeld und meine Wunschliste wurde somit um drei erleichtert, denn ich durfte die Schätze haben. YEAH! Danke nochmals du Liebe. "Drei Meter unter Null" hat so viele gute Bewertungen bekommen, dass ich einfach neugierig geworden bin. "The Couple next Door" handelt vom Schlimmsten, was Eltern passieren kann und diese Konstellation aus Nachbarn, Eigenverschulden, Dummheit und Geheimnissen ist äußerst spannend. "Ragdoll" ist Anfang des Jahres durch meine Timeline getanzt und es gab viele positive Stimmen, aber auch ein paar Nasenrümpfer. Nun kann ich mich ja selbst davon überzeugen, das wird fein, übrigens folgt Teil 2 schon in Januar 2018. "Bella Germania" war ein Lesungskauf und es klingt nach ganz großem Kino. Wer noch meinen Bericht zur Lesung mit Daniel Speck nachlesen möchte, dann hier.

 
Dieses Jahr war auf der Frankfurter Buchmesse, Frankreich das Gastland, und ich mag die Franzosen. Diese drei Schätze hatte ich schon vorab auf meiner Wunschliste und ich fand den Anlass perfekt, um sie in meinen Besitz zu bringen. "Despentes" ist der Auftakt zu einer Trilogie und wurde in Frankreich schon groß gefeiert und ich will wissen, was hat diese Geschichte an sich. "Die Wilden" ist auch ein Auftakt zu einer Trilogie und der Verlag hat sogar schon die Veröffentlichungen der nächsten beiden Bände angegeben. Ungewöhnlich. Auf jeden Fall enthält es ein brisantes Thema Politik, Intrigen, Integration und trifft absolut den Zeitnerv. "Le Floch & das Geheimnis der Weißmäntel" habe ich beim unpacking bei Buchkolumne entdeckt und olala, es spielt in Paris und ist ein historischer Krimi. Tja, und der Auftakt zu einer ganzen Reihe ...lach... Dieses Werk wurde schon in vielen Ländern veröffentlicht und das sehr erfolgreich, da muss ich als meine Nase hineinstecken.

 
Dieser Stapel ist meinem jugendlichen Gemüt gewidmet. Obwohl ich ja schon alle Harry Potter besitze und gelesen habe, muss einfach die Illustrierte von Jim Kay her, diesmal "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" und hach, mein Herz schlägt höher. "Die Glücksbäckerei - Die magische Zeit" ist schon der sechste Band und mir spontan in der Buchhandlung vor die Füße gehüpft. Ich habe leider immer noch keins gelesen, bin aber so in die Gestaltung verliebt, diese Reihe ist ein reiner Coverkauf. "Winger" ist ein Königskind Buch, und da ich nach und nach, meine Sammlung komplettieren möchte, durfte dieses Buch schon zu seinen Brüdern einziehen. "Die höchst eigenartige Verschwörung von Barrow's Bay" ist das zweite Abenteuer von Archer und seinen Freunden und ich freu mich schon riesig darauf mit dabei zu sein und auch auf die wunderschönen Bilder. Tja, und es steht Weihnachten vor der Tür, und da ich von Matt Haig schon letztes Jahr einen Weihnachtsroman gelesen hatte, muss sein neuer natürlich auch her, "Das Mädchen, das Weihnachten rettet" muss schleunigst auf meinen Leseplan.

 
Da ich die Buchmesse ja schon erwähnt hatte, möchte ich euch auch meinen dazugehörigen Stapel zeigen. "Zeit der Schwalben" war eine Veranstaltung mit der Autorin und sie war so mega klasse, das ich auf jeden Fall ihre Geschichte lesen mag. "Das Glück an Regentagen" kam ganz überraschend an, und da es so gut klang, habe ich sofort hineingelesen, nur leider konnte es den starken Anfang nicht halten. Rezension wird folgen. "Mr. Widows Katzenverleih" wurde mir wärmstens ans Herz gelegt, meine Proteste, dass ich mit der Autorin bis jetzt kein Glück hatte, wurden nicht erhört. Aber ich muss sagen, es klingt aber auch gut und naja, Katzen, ich kann halt nicht aus meiner Haut. "Morgen ist es Liebe" und noch ein Liebesroman, der vielleicht mehr nach meinem Geschmack ist, hoffen wir es. "Abendlied" habe ich mir bei Ralf Kramp mitgenommen und ich freu mich auf lustige und unterhaltende Lesestunden. "Halali" ist der neue Roman von Ingrid Noll und ich wollte unbedingt ein signiertes Buch von der Autorin haben und der Mann hat es möglich gemacht. Mein Held! "Das Mädchen im Eis" habe ich beim Herumstromern entdeckt und mein Buchhändler hat es sogar direkt da, ich musste es mitnehmen und allein das Cover, ganz toll gemacht.

 
Diesmal gibt es sogar einen eigenen Dumont Stapel, ist das nicht fantastisch. "Messer" absolut ein Buch für den Herrn Göttergatte und er hat schon reingeschaut und ist sehr angetan. Jetzt weiß ich nur noch nicht, wie sich das finanziell ausschlägt, denn da werden Messerträume angeheizt. "Die Liebe in dunklen Zeiten" ist mehr ein Ratgeber für die Angehörigen und Liebenden von Depressionskranken. Da diese Krankheit unsere Zeit immer mehr beansprucht und auch ich schon Erfahrung damit machen musste, bin ich sehr neugierig auf vielleicht neue Erkenntnisse. "Sie allein" ist eine Liebesgeschichte mit aktuellem Hintergrund. Beide lernen sich im Job kennen, beide merken schnell, dass sie sich verlieben, aber die Außenwelt schaut beide anders an, denn Ayoub ist marokkanischer Herkunft. Ich bin sehr auf die Umsetzung gespannt. "Katzen in der Kunst", da wollen wir doch mal schauen, wo die Schnurrtiere alles auftauchen. "Ein Mord zu Weihnachten" ist doch mal eine ganz andere Weihnachtsgeschichte, ach, das wird bestimmt großartig.

 
Und jetzt noch der Schlussstapel. "Origin" was bin ich gespannt auf den neuen Langdon, die ersten beiden Bände haben mich begeistert, aber dann baute die Reihe so ab. Nun geht es auf nach Barcelona und ich freu mich total und hoffe, das Beste. "Zart verführt", was soll ich sagen, es ist ein Coverkauf und ich mag die Autorin so gern und ich muss doch dafür sorgen, dass sich seine Geschwister nicht allein fühlen. "180 Grad Meer" habe ich in der Krabbelkiste beim Buchhändler gefunden genauso wie "Wintergäste" und da ich beide irgendwie schon immer mal in der Hand hatte, war das jetzt meine Chance sie mitzunehmen. Und ich habe es getan! 

Das war es nun endlich, viele schöne Bücher, die zum Entdecken und Schmökern einladen. Eins habe ich sogar schon gelesen und mehr werden hoffentlich bald folgen. Diesmal hat sich die Menge wieder nicht so in Grenzen gehalten, aber ich gelobe, im November wird das anders. ... YEAH..... Wie war denn euer Monat? Habt ihr viele Bücher einziehen lassen? Waren von unseren Büchern auch welche für euch dabei? Habt ihr davon was auf der Wunschliste, oder sogar schon eins davon gelesen? Ich freu mich auf jeden Fall wahnsinnig auf alle meine neuen Schätze ;-)

Ganz liebe Grüße
Eure, jetzt Buchrücken streicheln gehende, Sharon

Freitag, 10. November 2017

Rezension: G. R. Gemin * Café Morelli


Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Königskinder
ISBN-13:
978-3551560438
Preis: 16,99 EUR
E-Book: 11,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: September 2017
Übersetzer: Gabriele Haefs




Inhalt:
Joe geht nach der Schule wie immer mit seinem besten Freund ins Chicken Box, um sich dort ihr geliebtes Fast Food zu holen. Aber Joe muss es heimlich naschen, denn seine Mutter hat ein Verbot dafür ausgesprochen. Es ist nur schwer, so was geheim zu halten, da das Familiencafé quer über der Straße liegt. Joe liebt das Café, genau wie sein Großvater abgöttisch und möchte es später übernehmen. Nur das es nicht mehr so läuft, wie früher und seine Mutter darüber nachdenkt, es zu verkaufen und dann trifft sein Großvater der Schlag. Nun hängt alles an Joe, das Café zu retten, seine Mutter zu überzeugen und alte Erinnerungen mit neuem Licht erstrahlen zu lassen. Was er dazu benötigt, ein bisschen Hilfe und am besten von seiner italienischen Cousine Mimi, die allen den Kopf verdreht und Herrlichkeiten in der Küche zaubert. Was wird Joe sich alles einfallen lassen? Welche Zutaten benötigt man für das perfekte Essen? Und kann dieses Café ein Wunder bewirken?

Meinung:
Ich habe Giancarlo Gemin‘s Debüt „Milchmädchen“ heiß und innig geliebt. Diese beiden ungleichen Mädchen, die trotzdem Freundschaft schließen und ein soziales Brandgebiet in eine zusammenwachsende Gemeinschaft verwandeln konnten, hatte mich damals total eingenommen und begeistert zurück gelassen. Danach wollte ich unbedingt eine Kuh im Garten. Ihr seht, meine Ansprüche an sein zweites Buch sind groß, und ob ich nun ein Café eröffnen möchte, erzähle ich euch jetzt.

Joe ist ein vierzehnjähriger Junge, der etwas übergewichtig ist, in Wales lebt und italienische Wurzeln hat. Mit seinem Großvater bildet er ein richtiges Team und sie lieben es, zusammen das Abendessen zu kochen. Für beide ist es ein Spaß, Gäste zu bewirten und Leute mit einem Lächeln zu begegnen. Aber die Geschäfte gehen schlecht, die Hauptstraße stirbt aus und die Cafébesucher bleiben fern. Für Joes Mutter nur noch eine Bestätigung, für ihr Vorhaben, zu verkaufen. Aber Joe währt sich und je mehr er von der Geschichte seines Großvaters hört, umso mehr klammert er sich an den Gedanken, später selbst das Café zu führen.

Giancarlo Gemin hat sich hier einigen Themen gewidmet, wie, die Schnelllebigkeit des Internets, die Geschäfte sterben aus und die Konsumenten bleiben zu Hause. Das passiert ja nicht nur in Großstädten, sondern auch in Kleinen und hier trifft es, die Gemeinschaft umso härter. Aber er nimmt sich auch der Geschichte an, indem er den Großvater vom Einwandern erzählen lässt, oder auch vom Krieg, was das Café ausmacht und welchen Stellenwert es in der Familie hat. Hier hängen nicht nur viele Erinnerungen daran, sondern auch Gemeinschaftsgeist und Überlebenswille. Aber wie mit der Zeit gehen? Wie das Café wieder attraktiv machen? Und wie die Kunden wieder dafür begeistern? Und da hat Joe extrem viele Ideen und einen Großvater, der mit seinem Trix auch was beisteuert.

Der Autor beschreibt in seinen kurzen Kapiteln, sehr schnell und zügig von dem Cafè, dem Ort und den Leuten aus Bryn Mawr. Bringt die Geschichte schnell in Fahrt und steigert die Neugier. Dabei lässt er schnell spüren, dass Joes Mutter mit ihrem Latein am Ende ist und sie es einfach nur leid ist, für zwei Leute das Café aufzumachen. Diese Leidenschaftslosigkeit macht natürlich das Arrangement von Joe umso deutlicher, er lässt sich eine Idee nach der anderen einfallen und bringt Leute ins Café. Im wahren Leben vielleicht etwas weit hergeholt, aber überaus entzückend zu lesen. Dabei erfährt er immer mehr von seiner Geschichte und je mehr er hört, umso mehr lernt er, über die Leute und das Leben. Tja, und auch über das Essen und die ersten aufkeimenden Gefühle. So ist die Geschichte ein rundum buntes Potpourri aus Träumen, Wünsche, Liebe, Musik und gutem Essen.

Natürlich ziehe ich als Leser Vergleiche und ich muss gestehen, dass ich sein Erstling stärker fand. Klar sind es grundverschiedene Geschichten, aber er packte mit seinem Debüt einfach einen anderen Zeitnerv. Er führt zwar auch hier eine Gemeinschaft zusammen und zeigt, wie wichtig es ist, daran zu glauben, was man tun muss um nicht aufzugeben, aber es wirkte sich mehr in der Familie aus. Einige Café Ideen fand ich auch recht undurchführbar, aber ein bisschen Freiheit beim Schreiben sei jeden gegönnt. Auch Joe war mir nicht ganz so nah, obwohl er Pasta und Opern liebt und ich diese Leidenschaft teilen kann. Für mich ein bisschen zu viel von allem vielleicht, Geschichte, Einwanderer Probleme, Schuldfragen, Aussterben der Gastronomie und auch Fast Food ist ein Thema.

Giancarlo Gemin kocht hier ein Gericht mit ganz vielen Zutaten, ein paar weniger währen vielleicht besser gewesen, zumindest für meinen Geschmack. Ansonsten wieder sehr humorvoll, einfallsreich und entzückend. Eine Geschichte über Mut und den Willen, nie aufzugeben, wenn es um gutes Essen geht.

Henry und ich hatten wieder ganz vergnügliche Lesestunden und vergeben vier Bücherpunkte:
 
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Über den Autor:
 


Giancarlo R. Gemin wurde als Sohn italienischer Eltern in Cardiff in Wales geboren. "Milchmädchen" ist sein erstes Buch und hat schon zahlreiche Preise bekommen. Wenn er nicht schreibt, hört G.R. Gemin gern Musik, von Jimmy Smith bis Giuseppe Verdi. Der Autor lebt in London.



Vielen lieben Dank an den Königskinder Verlag für das  Rezensionsexemplar.